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DAA Physio Auslandspraktikum

Mit dem Erasmus-Programm der Europäischen Union in Kroatien

Unser Schüler Markus Bartolic absolvierte einen der praktischen Einsätze im Rahmen seiner Ausbildung am Universitätsklinikum Split in Kroatien. Seinen Erfahrungsbericht können Sie hier nachlesen.

DAA-Absolvent als Physio in der Schweiz

Ein spannender Blick über die Grenzen

Unser Absolvent S. Jaskolski arbeitet nach seinem Abschluss an der Physiotherapieschule der DAA Münster in der Schweiz als Physiotherapeut. Hier seine Erfahrungen in einem Interview!

Schüler/-innen berichten aus ihrem Praktikum


Hier erzählen einige Schüler/-innen der DAA-Physiotherapieschule Münster aus ihrem Praktikum in unseren kooperierenden Kliniken. Das Praktikum umfasst die Bereiche Innere Medizin und Chirurgie und dauert drei Monate.

Unglaublich aufregende 3 Monate liegen hinter mir. Mein erster praktischer Einsatz in der Raphaelsklinik in Münster war ein wahres Wechselbad der Gefühle. Ich blicke zurück auf die unfassbare Aufregung am ersten Tag, auf Witze und Weisheiten von Patienten, auf Gespräche und Lacher mit den Praktikanten und auf sehr unterschiedliche und mitreißende Patientengeschichten. Ich gebe zu, der erste Tag des Einsatzes hat mich schon ziemlich nervös gemacht. Im Krankenhaus angekommen, habe ich dann aber schnell gemerkt, dass die anderen Praktikanten sehr nett sind und dass auch unter den Festangestellten ein entspanntes Arbeitsklima herrscht. Wir wurden von einem Kollegen durchs Haus geführt und uns wurde alles Wichtige gezeigt. Mein erster Gedanke war, dass ich mich dort nie zurechtfinden und ganz sicher verlaufen würde (mittlerweile könnte ich jede Station im Schlaf abgehen). Die kleine Tour durchs Haus war kaum beendet, da bekamen wir auch schon unsere Patientenliste für den Tag -und schon stieg mein Puls ziemlich in die Höhe. Ich machte mir kurz Gedanken und brainstormte mit meiner Klassenkameradin über die verschiedenen Diagnosen der Patienten auf unseren Zetteln und machte mir einen groben Plan. Vor der Tür des Patientenzimmers angekommen stieg mein Puls noch einmal um ein paar Schläge, doch nachdem ich mit einem Lächeln das Zimmer betrat und die ersten Worte mit dem Patienten gewechselt hatte, war die Aufregung wie verflogen. Nun war es einfach nur an der Zeit die Dinge, die wir im Unterricht gelernt hatten, zu übertragen. Es hat so viel Spaß gemacht das bisher Gelernte, praktisch anwenden zu dürfen und so tatsächlich Patienten helfen zu können. Ich bin sehr dankbar für jede einzelne Erfahrung, die ich in diesem Praktikum machen durfte.
Den nächsten Monaten schaue ich mit Freude und viel Motivation entgegen. Ich freue mich sehr darauf wieder jeden Tag mit meinen Freunden in der Schule zu verbringen und ich freue mich auf neue Unterrichtsinhalte. Ich habe Lust auf sehr viel mehr bekommen!

,,Pat. mit BC, Z.n. C2-Abusus und NSTEMI. Was machst du?“ So oder so ähnlich sah die erste eingegangene Anforderung im Computersystem aus. Mein erster Einsatz in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie war wohl mit das Spannendste, was ich in der Ausbildung bis jetzt erlebt habe. Für die 3 Monate war ich im Clemenshospital in Münster eingesetzt und kann dieses Haus nur empfehlen. Für die Fächer wurde uns jeweils ein festangestellter Mitarbeiter als ,,Anleiter“ zur Verfügung gestellt, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Im Fachbereich Chirurgie starteten wir sehr entspannt, die ersten eigenen Patienten gab es nach 4 Tagen, sodass wir vorher genug Zeit hatten, mit den anderen Praktikanten oder Festangestellten mitzulaufen und passiv die ersten Erfahrungen zu sammeln. Im Bereich innere Medizin ging es auch relativ entspannt los, jedoch wurden wir theoretisch sehr gefordert. Das hat mir natürlich am Anfang nicht so gut gefallen, jedoch stellte sich im Nachhinein heraus, dass mir nichts besseres hätte passieren können. So wurde mir erstmals richtig bewusst, welche Defizite ich in der Theorie noch habe und vor allem, wie ich die Theorie richtig mit der Praxis verknüpfen kann.
Das Praktikum hat mir in vielerlei Hinsicht unglaublich viel gebracht. Natürlich die Routine und die Erfahrung in der Praxis. Vor allem aber die Emotionen. Es gab Tage mit vielen lachenden, lustigen Patienten, aber natürlich gehören auch die traurigen Tage dazu. Die Menschen zeigen ihre wahren Emotionen, weil sie in diesem Moment einfach mit der Situation überfordert sind. Da fließen natürlich die einen oder anderen Tränen. Ich bin froh, dass ich mit solchen Situationen konfrontiert wurde, da es mir nun wirklich leichter fällt, empathisch darauf zu reagieren. Natürlich gehört auch der Tod leider dazu. Wenn es zu solchen Situationen kam, wurden wir immer aufgefangen und konnten mit den Festangestellten reden. Generell gab es keinen Tag, an dem wir nicht betreut wurden. Für uns wurde immer gesorgt, egal um was es ging und wir hatten sogar die Möglichkeit, an Seminaren und Teamsitzungen mit den Ärzten auf der Intensivstation teilzunehmen.
Einige Patienten werde ich nie vergessen, da die Dankbarkeit und Herzlichkeit als Gegenleistung für meine Behandlung wohl mit das kostbarste Gut war, was ich hätte bekommen können. Wenn mit dieser Einstellung der Arbeitstag zu Ende war, freute man sich auf den nächsten Tag.
Die 3 Monate gingen relativ schnell vorüber und die Arbeit im Team (auch mit Praktikanten von anderen Schulen) hat diese Zeit wirklich angenehm gemacht. Somit sind auch die letzten Zweifel verflogen und ich bin mir sicher, genau den richtigen Beruf gefunden zu haben. Ein Beruf, bei dem Dankbarkeit und das Geben und Nehmen mehr wert ist, als alles andere. Jeder braucht mal Hilfe. Warum dann nicht damit anfangen, Hilfe zu leisten?

Mein erstes Praktikum habe ich im EVK in Münster gemacht. Ich war schon die Woche vor Beginn sehr aufgeregt und nervös und versuchte mich so gut es ging auf das Praktikum und den aller ersten Patientenkontakt vorzubereiten. Die erste Woche wurde mir und meiner Mitschülerin die verschiedenen Stationen gezeigt und wir konnten eine Woche mit den für uns zuständigen Festangestellten und auch den anderen Physiotherapeuten mitlaufen. Das gab mir Sicherheit und ich konnte sehen, wie die Physiotherapeuten mit den Patienten kommunizieren und wie sie eine Behandlung aufbauen. In der zweiten Woche ging es dann langsam los und ich bekam meine erste Patientin.

Ich war aufgeregt, aber nach wenigen Minuten während der Behandlung ging es dann von ganz allein. Und so bekam ich von Tag zu Tag mehr Patienten und arbeitete mich langsam ein. Wenn man einmal angekommen ist, funktioniert eigentlich alles von allein. Am Anfang hat es mir geholfen mich am Abend vorher immer auf die Patienten des nächsten Tages vorzubereiten und mir Behandlungsziele und -inhalte zu überlegen. Irgendwann brauchte ich dann die abendliche Vorbereitungszeit nicht mehr. Das EVK ist ein perfekter Ort für das erste Praktikum, vor allem für Schüler, die vielleicht etwas nervös und aufgeregt vor diesem aller ersten Einsatz sind, wie ich es war. Wenn man Fragen hat, kann man eigentlich fast jeden im Haus fragen und bekommt Hilfe. Vor allem auch die Anleiter sind sehr nett und hatten immer ein offenes Ohr oder einen Rat bereit.
Alles in allem habe ich in diesem ersten Einsatz viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt, ich durfte sogar bei einer Operation zusehen.

In meinem ersten Praktikumseinsatz war ich im Josephs-Hospital in Warendorf. Hier durfte ich für die ersten sechs Wochen einen Einblick in die Innere Medizin und die nächsten sechs Wochen einen Einblick in die Chirurgie werfen.
Vom ersten Tag an wurde ich gut aufgenommen und war ein gleichberechtigtes Mitglied im Team. In beiden Einsatzbereichen hatte ich jeweils eine Ansprechpartnerin, die sich für mich Zeit genommen haben, wenn ich Fragen hatte. Wir haben die Behandlungen von jedem einzelnen Patienten besprochen, sodass ich von Anfang an ein sicheres Gefühl hatte, die Patienten auch richtig zu behandeln. Das theoretische Wissen aus der Schule hat mir dabei sehr geholfen, aber jeder Patient ist anders und reagiert auch anders auf die Behandlungen. Deshalb war es mir wichtig mit den Ansprechpartnern auch nach jeder Behandlung immer Rücksprache zu halten wie es funktioniert hat und auch Verbesserungsvorschläge anzunehmen, um es am folgenden Tag umzusetzen, damit die Behandlung so individuell wie möglich wird und das beste Ergebnis dabei herum kommt.
Für zwei Wochen war ich jeden Vormittag und Nachmittag auf der Intensivstation und habe dort die Patienten behandelt. Es hat mir immer wieder viel Freude bereitet mit ansehen zu dürfen, dass die schwer kranken Menschen schnell wieder fit werden und dankbar sind für jede Behandlung, die sie bekommen. Vor allem hat mich eine Patientin begeistert, die ich kennen gelernt und behandelt habe, als sie im Koma gelegen hat und um ihr Leben gekämpft hat. Sie hat es tatsächlich geschafft und ist wieder aufgewacht. Jeden Tag konnten wir bei den Behandlungen merken, dass es ihr besser geht und sie auch immer mobiler wurde, bis sie auf die normale Station verlegt worden konnte und diese auch nach 5 Tagen wieder nach Hause verlassen konnte.
Wenn es die Zeit ermöglicht hat, durfte ich auch bei der Visite dabei sein und mir Behandlungen in der Kardiologie ansehen, oder bei einer OP dabei sein. Hier haben sich die Ärzte auch Zeit für mich genommen und haben alle kleinsten Schritte genau erklärt und haben meine Fragen beantwortet. Diese Informationen haben mir auch in den folgenden Behandlungen sehr geholfen.
Aus diesem ersten Praktikumseinsatz nehme ich mit, dass jeder Patient individuell zu behandeln ist und es definitiv kein Schema F gibt, das man bei jedem durchführen kann. Daran kann man sich immer orientieren, muss aber immer individuell auf den Patienten eingehen. Das theoretische Wissen ist die Basis, um richtig und genau zu behandeln.

Nach knapp 2 Monaten, im ersten Praktischen Einsatz im St. Marien-Hospital Lüdinghausen, wird es Zeit einen Blick auf das erlebte zurück zu werfen.
Zu Beginn des Praktikums waren viele Sachen neu, an die ich mich erstmalig gewöhnen musste. Meine neuen Kollegen der Physiotherapie Abteilung waren dabei aber immer hilfsbereit und nett. Ute und Bettina waren meine Anleiterinnen und haben mich die erste Woche lang mit zu ihren Therapien genommen, wo ich mir alles genau anschauen konnte. Als ich dann später meine erste eigene Patientin bekam, war die Aufregung groß, aber es verlief alles ohne Probleme. Von Patient zu Patient wurde ich sicherer und habe auch immer mehr Spaß dabei bekommen, weil mir der Umgang mit Patienten immer besser gelang. Ich konnte schöne Erlebnisse und Erfahrungen sammeln.
Als ich bei einer Knie OP zusehen durfte war es sehr interessant und gehört definitiv zu den Highlights meines Praktikums. Eine besonders schöne Erinnerung bleibt für mich die Behandlung von 3 Patienten auf demselben Zimmer. Der Grund dafür ist, dass Sie sich immer sehr gefreut haben mich zu sehen. Sie motivierten sich gegenseitig, sodass die Behandlung erfolgreich und für gute Laune auf beiden Seiten sorgte. Als Fazit ziehe ich eine positive Erfahrung für mich selbst und die Bestätigung, dass der Beruf gut zu mir passt!
Ich finde es schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist, weil ich mich dort sehr wohl gefühlt habe.

An meiner Praktikumsstelle wurde ich sehr freundlich von dem gesamten Team aufgenommen. Die Festangestellten waren immer ansprechbar für Fragen und beantworteten sie stets freundlich.
Falls ich mir unsicher war im Bezug auf den Behandlungen gaben sie mir Tipps und boten an mit mir mitzukommen, sodass wir uns den Patienten nochmal zu zweit angucken konnten.
Die ersten zwei Wochen durfte ich bei den Festangestellten mitgehen und ihnen bei den verschiedenen Behandlungen über die Schulter schauen, wodurch ich einen guten Eindruck bekommen konnte. In diesen Wochen übernahm ich erst mit Hilfe der Festangestellten und danach ohne nach und nach ein paar Behandlungen. So konnte ich immer selbst entscheiden wie viel ich
mir zugetraut habe.
Ab der dritte Woche durfte ich, im wöchentlichen Wechsel mit meiner Mitschülerin, mit auf die morgendliche Visite der chirurgischen Station. Dabei lernte ich schon mal die Patienten kennen und
bekam einen Einblick von ihrer Verfassung. Auch der Kontakt zu den Krankenpfleger/innen und den Ärzten ließ sich gut aufbauen und es reagierten alle trotz Stress geduldig und hilfsbereit. So bekam ich auch die Chance mit in den OP zu gehen und mir eine Hüft-Tep und eine Reversion eines Knies anzuschauen. Dies fand ich persönlich sehr aufregend und spannend, da mir immer ein guter Blick ermöglicht wurde und mir auch etwas dazu erklärt wurde. Besonders interessant fand ich es diese Patienten nach der OP mit zu betreuen und mit ihnen ihre erfolgreiche Entlassung entgegenzufiebern.
Auf den Stationen bekam ich die Chance verschiedene Patienten mit unterschiedlichen Krankheiten und verschiedenen Schicksalen individuell zu behandeln und viel von den Erlernten anzuwenden. Ich konnte sehr viele Eindrücke über den Umgang mit den Patienten gewinnen, wie zum Beispiel verschiedene Charaktere oder Stimmungen Einfluss auf die Genesung der Patienten hat. So habe ich gelernt wie ich auf diese unterschiedlichen Züge der Personen eingehen kann, sodass sich der Patient verstanden fühlt und motiviert ist im richtigem Maße selbst zu üben oder man als Therapeut den Patienten die Angst vor beispielsweise falschen Bewegungen nehmen kann.
Die Festangestellten nahmen mich zu Hausbesuchen und ins Altenpflegeheim mit. Dort durfte ich einige Behandlungen durchführen und mich auch hier diesen Herausforderungen stellen. Auf die Intensivstation durfte ich gemeinsam mit den Angestellten, um mir ein Bild von dem Umgang zwischen Patienten und den Therapeuten zu machen und sie zu unterstützen. Aus diesem Praktikumseinsatz nehme ich sehr viele Erfahrungen im Umgang mit den Patienten und dem Wissen wie ich die Anwendungen möglichst effektiv einsetzen und erklären sollte.

Meinen ersten Einsatz absolvierte ich in dem St. Marien-Krankenhaus in Ahaus in den Bereichen Chirurgie und Innere Medizin.

Ich wurde von Anfang an von allen Festangestellten gut aufgenommen und von allen nicht nur als Praktikantin wahrgenommen, sondern als helfende Arbeitskraft. Zudem konnte ich mich immer an jeden wenden, wenn ich etwas nicht wusste oder eine Frage hatte. Wenn ich mir bei einer Behandlung unsicher war oder nicht unbedingt alleine zu dem Patienten wollte, ist jemand vom Team mit mir gemeinsam zu dem Patienten, sodass wir die Behandlung zu zweit gemeistert haben.

Die ersten zwei Tage bin ich hauptsächlich bei den Festangestellten mit gelaufen und habe mir deren Therapien an den Patienten angeschaut. An dem dritten Tag habe ich dann schon eigene Patienten aus der Inneren Medizin bekommen, die ich selbstständig behandeln durfte. Bei den ersten Behandlungen war noch ein Festangestellter dabei, der mir über die Schulter geschaut hat und mir bei Bedarf Verbesserungsvorschläge oder kleine Tipps gegeben hat.
Ab der 2. Woche durften ich und eine andere Schülerin aus meiner Klasse jeweils im Wechsel mit bei der Visite auf der Chirurgischen Station dabei sein. Ab dem Zeitpunkt haben wir dann die Patienten auf beiden Stationen behandelt, sodass wir immer im Wechsel auf den Stationen waren und es nicht einseitig wurde. Hier konnte ich mein Erlerntes jeweils in beiden Bereichen schon gut anwenden, wobei ich allerdings gemerkt habe, dass jeder Patient total individuell ist und man sich der Person anpassen muss die man gerade behandelt. Außerdem muss man bei einigen Patienten viel Geduld und Fingerspitzengefühl haben, damit man sie dazu bringt, dass sie die Behandlung mit einem durchführen z.B., wenn sie mal keinen guten Tag haben.

Zudem durfte ich zweimal mit auf die Intensivstation, was für mich persönlich eine sehr spannende Erfahrung war, dies gesehen zu haben und auch hier an einem Patienten behandeln zu dürfen. Vor allem konnte man hier noch deutlicher sehen, was für Fortschritte die Patienten machen und wie es ihnen von Tag zu Tag besser geht.
Hausbesuche und Besuche im Altenheim führt das Krankenhaus ebenfalls durch, sodass ich auch hier die Möglichkeit hatte mit auf einige Hausbesuche und mit ins Altenheim zu gehen um mir dort Behandlungen angucken und auch einiges schon selber durchführen durfte. Somit war der Tag dann noch mal abwechslungsreicher gestaltet und ich habe noch andere Krankheitsbilder gesehen, die ich so im Krankenhaus vorher noch nicht gesehen hatte.

Mein erstes Praktikum absolvierte ich in der Raphaelsklinik in Münster. Nach einer kurzen Einführung in die Räumlichkeiten und in das Dokumentationsprogramm im PC am ersten Tag, wurden wir sozusagen „ins kalte Wasser geschmissen“, was sich im Nachhinein doch als recht positiv herausstellte, und bekamen direkt unsere Patientenliste ausgehändigt. Jeder Schüler bekam eine für ihn zuständige Festangestellte, die für Rückfragen und Probleme da war. Dennoch sollten wir direkt alleine durchstarten, was mich vor der ersten Behandlung sehr nervös gemacht hat. Nach jeder durchgeführten Behandlung wurde ich aber immer sicherer und meine Nervosität ließ recht schnell nach. Da wir direkt in beiden Bereichen eingesetzt wurden, waren die Tage meistens sehr abwechslungsreich. Nach einiger Zeit wurden wir dann auch auf anderen Stationen eingesetzt, sodass ich in den Genuss kam, mir Behandlungen auf der Intensivstation anzuschauen und auch eine Behandlung dort selbstständig durchführen zu dürfen. Des Weiteren war es mir möglich auch auf der Palliativstation Erfahrungen zu sammeln und immer mal wieder dort einen Patienten zu übernehmen.

Ein weiteres Highlight meines Praktikums war es, dass ich mir eine Hüft-TEP OP anschauen durfte, welche ich jedem nur empfehlen kann. Es war schön zu sehen, wie viele Patienten sich auf die Behandlungen gefreut haben und motiviert die Übungen und Therapiemöglichkeiten angenommen und umgesetzt haben. Zudem konnte ich durch das Praktikum mein Wissen festigen und durch den „Wurf ins kalte Wasser“ feststellen, wo ich noch nacharbeiten und nachlesen musste bzw. bei welchen Bereichen ich noch unsicher war. Am schönsten aber war es, wenn Patienten entlassen wurden, das Ergebnis seiner eigenen Behandlung zu sehen und doch auch öfter mal ein Lob und Dank der behandelten Patienten zu bekommen. Insgesamt kamen einem die drei Monate Praktikumszeit doch recht lang vor und ich hätte mir gewünscht nach der Hälfte der Zeit doch nochmal in ein anderes Haus zu wechseln und dort einen Einblick zu bekommen. Alles in allem aber dennoch ein gelungenes erstes Praktikum.

Mein erster Einsatz war im St. Agnes Hospital Bocholt, in dem Bereich der Innere Medizin und der Chirurgie. Zusammen mit einer Mitschülerin startete ich in eine Zeit, in der ich viele neue Erfahrungen, Eindrücke, tolle und auch traurige Momente sammeln konnte.
Mein Tag startete meist mit einer Teambesprechung, bei der die Patienten auf die Mitarbeiter aufgeteilt wurden, sodass jeder Patient versorgt wurde. In der ersten Zeit ging ich mit einer Kollegin auf die Privatstation mit, sie zeigte mir wo ich was finden kann (Triflow, Hilfsmittel etc.), wie man die Motorschienen einstellt oder auch wie die Dokumentation dort funktioniert. Ich bekam dann auch den Zugang um selbstständig dokumentieren zu können. Erstmal schaute ich der Kollegin nur zu und sie erklärte mir den Ablauf, nach dem meist gearbeitet wird bzw. die Richtlinien, die in dem Krankenhaus gelten. Später führte ich selbstständig Behandlungen durch und die Kollegin schaute mir zu. Sie gab mir nach der Behandlung Tipps und Tricks an die Hand, um mein Arbeiten zu verbessern und zu vereinfachen. Das fand ich echt super, ich fühlte mich so sicherer und wusste, dass was ich mache ist richtig. Das war für mich persönlich sehr wichtig.
Außerdem leitete ich zusammen mit meiner Mitschülerin Bewegungsbäder und Orthogruppen an, bei denen wir zuvor zugeguckt hatten. Wir haben neue Übungen kennengelernt und viele Ideen an die Hand bekommen, um eine Gruppenstunde abwechslungsreich und trotzdem wirkungsvoll zu gestalten. Wir haben an Land unterschiedlichste Parkours aufgebaut, Hockergymnastiken als auch Spielchen wie „Ich packe meinen Koffer“ angeleitet und im Wasser Stunden mit Schwimmnudeln, Bällen, Hanteln als auch mit Schwimmbrettern gestaltet.
Auch durften wir ambulante Patienten behandeln, die eine ambulante Reha machten. Das fand ich echt spannend, man traf Patienten wieder, die man schon auf Station behandelt hat. Man hat den Heilungsprozess somit sehr gut miterlebt und gesehen, wo vielleicht auch nach längerer Zeit Probleme oder Defizite liegen.
Ab dem 2. Monat war ich dann auf ganz unterschiedlichen Stationen. Ich traf die unterschiedlichsten Charaktere, von übermotivierten Patienten, die man bremsen musste bis hin zu Patienten, die man förmlich aus dem Bett ziehen musste. Ich betrat auch Zimmer, da habe ich mich mehr als Psychotherapeutin als Physiotherapeutin gefühlt. Diesen Menschen habe ich alleine geholfen in dem ich ein offenes Ohr hatte. Ich kann mich noch gut an so eine Patientin erinnern. Sie bekam nur schwer Luft und trotzdem wollte sie so gerne einfach nur reden. Von ihr lernte ich, wie die Pizza entstand, wie wichtig es ist eine Familie zu haben und wie schön es ist geliebt zu werden. Sie zeigte so viel Dankbarkeit und das nur, weil ich zugehört hatte. Das war für mich eine sehr schöne Erfahrung und ich bin sehr dankbar dafür.
Insgesamt war jeder einzelne Tag eine Bereicherung für mich. Man konnte sehr gut die Theorie aus der Schule in die Praxis umsetzen. Nach Arbeitsschluss habe ich mich meist noch Zuhause hingesetzt und bin mögliche Behandlungen und wesentliche Ziele durchgegangen, um am nächsten Tag besser vorbereitetet zu sein. So kam immer mehr Routine in mein Arbeitsleben und das Arbeiten machte gleichzeitig auch viel mehr Spaß.
Auch habe ich viel über mich selbst gelernt. Man sieht was einem Spaß macht und wo man sich in Zukunft vielleicht eher weniger sieht. Man lernt seine Stärken kennen und erfährt an welchen Schwächen man noch arbeiten muss bzw. was einem noch schwer fällt. Ich bin durch das Praktikum auf jeden Fall nochmal aufgeschlossener und viel selbstsicher geworden. Am Anfang war ich doch noch wohl sehr nervös bevor ich ein Zimmer betrat, aber das ging mit der Zeit schnell weg. Der viele Patientenkontakt und die unterschiedlichen Krankheitsverläufe haben einen viel sicherer gemacht und man hatte eine gewisse Erfahrung auf dem Gebiet. Für die Zukunft nehme ich auf jeden Fall mit, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss und auch mal NEIN sagen kann. Mein erster Einsatz war im St. Agnes Hospital Bocholt, in dem Bereich der Innere Medizin und der Chirurgie. Zusammen mit einer Mitschülerin startete ich in eine Zeit, in der ich viele neue Erfahrun-gen, Eindrücke, tolle und auch traurige Momente sammeln konnte.
Mein Tag startete meist mit einer Teambesprechung, bei der die Patienten auf die Mitarbeiter auf-geteilt wurden, sodass jeder Patient versorgt wurde. In der ersten Zeit ging ich mit einer Kollegin auf die Privatstation mit, sie zeigte mir wo ich was finden kann (Triflow, Hilfsmittel etc.), wie man die Motorschienen einstellt oder auch wie die Dokumentation dort funktioniert. Ich bekam dann auch den Zugang um selbstständig dokumentieren zu können. Erstmal schaute ich der Kollegin nur zu und sie erklärte mir den Ablauf, nach dem meist gearbeitet wird bzw. die Richtlinien, die in dem Krankenhaus gelten. Später führte ich selbstständig Behandlungen durch und die Kollegin schaute mir zu. Sie gab mir nach der Behandlung Tipps und Tricks an die Hand, um mein Arbeiten zu verbessern und zu vereinfachen. Das fand ich echt super, ich fühlte mich so sicherer und wusste, dass was ich mache ist richtig. Das war für mich persönlich sehr wichtig.
Außerdem leitete ich zusammen mit meiner Mitschülerin Bewegungsbäder und Orthogruppen an, bei denen wir zuvor zugeguckt hatten. Wir haben neue Übungen kennengelernt und viele Ideen an die Hand bekommen, um eine Gruppenstunde abwechslungsreich und trotzdem wirkungsvoll zu gestalten. Wir haben an Land unterschiedlichste Parkours aufgebaut, Hockergymnastiken als auch Spielchen wie „Ich packe meinen Koffer“ angeleitet und im Wasser Stunden mit Schwimmnudeln, Bällen, Hanteln als auch mit Schwimmbrettern gestaltet.
Auch durften wir ambulante Patienten behandeln, die eine ambulante Reha machten. Das fand ich echt spannend, man traf Patienten wieder, die man schon auf Station behandelt hat. Man hat den Heilungsprozess somit sehr gut miterlebt und gesehen, wo vielleicht auch nach längerer Zeit Probleme oder Defizite liegen.
Ab dem 2. Monat war ich dann auf ganz unterschiedlichen Stationen. Ich traf die unterschiedlichsten Charaktere, von übermotivierten Patienten, die man bremsen musste bis hin zu Patienten, die man förmlich aus dem Bett ziehen musste. Ich betrat auch Zimmer, da habe ich mich mehr als Psychotherapeutin als Physiotherapeutin gefühlt. Diesen Menschen habe ich alleine geholfen in dem ich ein offenes Ohr hatte. Ich kann mich noch gut an so eine Patientin erinnern. Sie bekam nur schwer Luft und trotzdem wollte sie so gerne einfach nur reden. Von ihr lernte ich, wie die Pizza entstand, wie wichtig es ist eine Familie zu haben und wie schön es ist geliebt zu werden. Sie zeigte so viel Dankbarkeit und das nur, weil ich zugehört hatte. Das war für mich eine sehr schöne Erfah-rung und ich bin sehr dankbar dafür.
Insgesamt war jeder einzelne Tag eine Bereicherung für mich. Man konnte sehr gut die Theorie aus der Schule in die Praxis umsetzen. Nach Arbeitsschluss habe ich mich meist noch Zuhause hinge-setzt und bin mögliche Behandlungen und wesentliche Ziele durchgegangen, um am nächsten Tag besser vorbereitetet zu sein. So kam immer mehr Routine in mein Arbeitsleben und das Arbeiten machte gleichzeitig auch viel mehr Spaß.
Auch habe ich viel über mich selbst gelernt. Man sieht was einem Spaß macht und wo man sich in Zukunft vielleicht eher weniger sieht. Man lernt seine Stärken kennen und erfährt an welchen Schwächen man noch arbeiten muss bzw. was einem noch schwer fällt. Ich bin durch das Praktikum auf jeden Fall nochmal aufgeschlossener und viel selbstsicher geworden. Am Anfang war ich doch noch wohl sehr nervös bevor ich ein Zimmer betrat, aber das ging mit der Zeit schnell weg. Der viele Patientenkontakt und die unterschiedlichen Krankheitsverläufe haben einen viel sicherer gemacht und man hatte eine gewisse Erfahrung auf dem Gebiet. Für die Zukunft nehme ich auf jeden Fall mit, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss und auch mal NEIN sagen kann.

Mein erstes Praktikum absolvierte ich im Evangelischen Krankenhaus in Münster. Das Haus ist ein kleineres Krankenhaus und hat sich besonders auf ältere Menschen und Senioren, in dem Bereich der Geriatrie, spezialisiert. So war ich gespannt, wie fit meine Patienten sein würden, was ich wohl an dem gelernten mit den betagten Patienten umsetzen könnte.

Zunächst begann mein Einsatz auf der chirurgischen Station. Nach 1 ½ Monaten wechselte ich auf die internistische Station. Dort bekam ich auch direkt meine zwei ersten Patienten überhaupt. Es seien Hüftpatienten, die morgen in die Reha gehen würden, hieß es. Ich könne alles mit ihnen machen. Ich muss zugeben, ich war aufgeregt, als ich an der Zimmertür klopfte. Jedoch fühlte ich mich durch den vorangegangenen Unterricht ziemlich sicher. Einige Übungen fielen mir ein, die wir im Unterricht zuvor durchgesprochen und bei unseren Klassenkameraden ausprobiert hatten. Nun war es also an der Zeit, diese mit dem „echten Patienten" umzusetzen. Dies funktionierte auch. Im Laufe der Zeit, mit den Erfahrungen, die ich mit den verschiedenen Menschen machen durfte, wurde ich immer selbstbewusster und sicherer. Mein Zeitmanagement wurde besser. Das Dokumentieren der Behandlungen und auch das Abschlussberichte schreiben wurde zur Routine.

In den ersten 3 Wochen hatte ich eigene Patienten, traf mich aber immer mittags mit meiner Anleiterin um dann bei Behandlungen von ihr zu hospitieren. Dies gab mir neue Ideen und half mir, meine eigene Behandlungsstruktur zu finden. Das hospitieren wurde immer weniger und ich konnte immer selbstständiger Arbeiten. Bei Fragen konnte ich mich jedoch immer an meine Anleiter oder an andere Physiotherapeuten des Krankenhauses wenden.

Mein Arbeitstag begann damit, dass ich meine Patienten für den Tag genannt bekam, an der Frühbesprechung der jeweiligen Station teilnahm, mir meine Patienten zeitlich einteilte, mich gegebenenfalls in die Patientenkurve einlas und mir Behandlungsinhalte überlegte. Am Nachmittag leitete ich mit meiner Klassenkameradin zusammen die Hockergymnastik in der Tagesklinik an. Besonders durch die Hockergymnastikgruppen habe ich gelernt, viel selbstbewusster vor Gruppen zu sprechen, diese anzuleiten und trotzdem jeden einzelnen Patienten mitzunehmen/ mit ein zu beziehen und zu experimentieren mit verschiedenen Übungen.

Meine Patienten verfügten zum Teil über 98 Jahre Lebenserfahrung und waren trotz altersentsprechender Beschwerden recht fit. Skurrile Momente boten sich mir. Einige möchte ich teilen. Eine Patientin überlegte laut während dem Ausdauertraining am Sitzfahrrad, wie es wäre, Udo Lindenberg zu küssen. Sie könnte das ja nicht, bei diesen Lippen. Ein LKW Fahrer berichtete mir über das Leben im Truck. Ein Baurechtler lehrte mich während der Behandlung seines neuen Kniegelenks über das Recht der Bienenvölker. Ein Patient gab mir Tipps, einen angebrannten Milchaufschäumer doch mit Chlor zu reinigen. Das würde auch mit vergilbter Baumwollunterwäsche funktionieren. Er hätte das beides ausprobiert. Kennenlerngeschichten ewig verheirateter Paare bereicherten meinen Arbeitsalltag.

Aber auch ernstere Gespräche kamen zustande. Ein Patient erzählte mir, wie er von der Front im 2.Weltkrieg mit einem Kameraden geflohen ist und von einem Granatsplitter in seinem Arm, der fast hätte amputiert werden müssen. Eine Ur-Münsteranerin berichtete mir, wie ihr Vater beim Wiederaufbau Münsters geholfen hat. Eine Dame berichtete, wie es ist, wenn der Mann beim Händchenhalten im Sterbebett diese Welt verlässt. Berührend.

Aber den Humor verloren einige meiner Patienten nicht so schnell. So fragte mich ein Herr, der seine Zehen amputiert bekam, ob er bei der Fußpflege demnächst nur noch die Hälfte zahlen müsste oder ob Fußpflege nun nicht mehr notwendig wäre.

Ich habe so viel mitgenommen. Die Weisheit der Menschen, die schon so viel erlebt hatten, faszinierte mich. Auch wenn sie in dieser Zeit zum Teil eigenartige, nicht immer einfache Charakterzüge entwickelten. Sie brachten mich dazu, geduldiger zu werden und zu lernen, dass nicht alles immer umsetzbar ist, auch wenn ich es mir noch so schön überlegt habe. Ich wurde flexibler und lernte, mich leichter auf die Bedürfnisse der Patienten einzustellen. In schwierigeren Momenten halfen dann auch öfter die schönen Momente, die ich mit den Patienten teilen durfte. Da wird es eben deutlich, das ein Physiotherapeut nicht eben nur derjenige ist, der den Patienten fordert, mit Übungen quält sondern eben auch ein Therapeut ist, der zuhört, der sich Zeit für den Patienten nehmen kann und da ist, auch nach schweren Diagnosen. Jemand, der auch dem Patienten mal ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann.

Mit vielen Erwartungen ging ich in das Krankenhaus in dem ich mein erstes Praktikum in der Inneren Medizin und der Chirurgie absolvieren würde: Wie werden die Patienten auf mich reagieren? Wie werden die Kollegen mich aufnehmen? Werde ich in der Lage sein alles Gelernte umzusetzen? Natürlich war ich auch etwas nervös, schließlich war dies ja der erste Patientenkontakt, aber trotzdem habe ich mich sehr darauf gefreut das Gelernte endlich am echten Patienten anwenden zu können.

In der ersten Woche haben mich meine Kollegen langsam an die Patienten herangeführt und ich habe mich sehr schnell in der Lage gefühlt einen Patienten alleine zu behandeln. Die erste Behandlung ist auch sehr gut gelaufen, der Patient hat sich sehr wohlgefühlt und war zufrieden, also war ich auch glücklich. Schnell war ich sehr selbstständig und habe alle Patienten allein behandelt, ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell so selbstständig sein würde. Es ist ein wirklich tolles Gefühl wenn man das Gelernte anwenden kann und alles dadurch noch viel besser versteht, einen Fortschritt erzielt und vor allem aber wenn der Patient glücklich ist und er sich freut wenn er den Therapeuten sieht. An dieser Stelle möchte ich gerne eine Patientin vorstellen, die mich besonders beeindruckt hat und die mich wirklich sehr motiviert hat immer 100% zu geben und mit Herz und Seele bei dem Patienten zu sein.

Diese Patientin war eine 93-Jährige Frau die zuhause gefallen ist und daraufhin mit einer neuen Hüfte versorgt worden ist. Die Patientin ist zwei Wochen geblieben, so hatte ich viel Zeit um sie gut zu behandeln. Frau S. war sehr traurig und verängstigt als ich sie kennenlernte, auch war sie aufgrund von starken Schmerzen nicht in der Lage zu gehen, dies hat auch zu ihrer Traurigkeit beigetragen. Ich habe es mir also zum Ziel genommen sie wieder gehfähig zu machen, aber nicht nur das, ich wollte sie auch aufmuntern und ihr stets eine schöne Zeit mit mir geben. Ich fing also langsam damit an mit ihr das Gehen zu üben, machte viele Übungen mit ihr und es ging jeden Tag ein bisschen besser. Auch habe ich mir viel Zeit genommen um ihr zuzuhören, denn auch die Psyche sollte man als Therapeut nicht außer Acht lassen. Dadurch fühlte sie sich sehr gut aufgehoben und sicher bei der Behandlung und ich hatte ihr Vertrauen gewonnen, das machte einiges leichter für die Behandlung. Ich habe mich immer sehr gefreut sie zu sehen, und nach zwei Wochen war sie wieder in der Lage, am Rollator sicher zu gehen und glücklich war sie auch, sie sagte mir die Zeit mit mir sei „wundervoll" gewesen. Das war natürlich das größte Kompliment für mich, es hat mich sehr motiviert und ich war sehr glücklich über die große positive Veränderung der Patientin.

Mein Fazit: Das erste Praktikum ist wohl das Prägendste, es gibt einem neue Einblicke, man wird selbstsicherer und man sieht, dass sich das ganze Lernen so sehr gelohnt hat. Man verändert sich zum positiven, so habe ich es bei meinen Mitschülern und auch bei mir gesehen. Die Dankbarkeit der Patienten ist wirklich wundervoll und es gibt einem jeden Tag Motivation auch wenn es manchmal sehr anstrengend sein kann. Auch die anfängliche Nervosität legt sich sehr schnell und man wundert sich wie schnell die Behandlungen zur Routine werden. Es war eine tolle und sehr lehrreiche Zeit in der ich vieles für das Leben gelernt habe und ich möchte diese Zeit nie missen.

Persönlicher Erfahrungsbericht zum Praktikum

Das erste Praktikum in der 3 – jährigen Ausbildung habe ich im ST. Marien – Hospital in Lüdinghausen, im Fachbereich Chirurgie und Innere absolviert.

Ich wollte es gerne an diesem Standort machen, weil ich aus meinem Freundeskreis jemanden kenne, der dort arbeitet. So waren mir nicht alle gänzlich fremd und ich hatte schon jemanden an dem ich schon orientieren konnte.

Auch die 3 „Kennenlerntage", ein paar Monate im Voraus, haben mir sehr geholfen. Hierdurch konnte man bereits erste Kontakte, mit den Festangestellten, der Einrichtung, knüpfen. Zudem lernte man auch einige routinemäßigen Abläufe kennen.

Ich freute mich auf die Aufgaben, reale Patienten zu behandeln und mit Ihnen in Kontakt zu kommen, um endlich das anzuwenden, was wir im Unterricht gelernt hatten. Aber ich hatte auch etwas Sorge davor sofort ins kalte Wasser geworfen zu werden und ganz alleine da zu stehen, ohne zu wissen ob ich auch wirklich alles richtig mache.

Diese Sorge hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. In der ersten Woche durften wir noch einmal mit den Festangestellten „mitlaufen" und wurden noch einmal ausführlich eingewiesen. Nach dieser Woche wurden wir nach und nach selbstständiger. Zuerst waren wir Praktikanten dann zusammen im Haus unterwegs und auch bei den Patienten, was uns erst mal noch Sicherheit verlieh. Dann bekamen wir auch einzeln Patienten. Aber selbst jetzt, zum Ende der Praktikumszeit, dürfen wir bei Problematiken zusammen hingehen oder die Festangestellten um Rat Hilfestelllug fragen.

Mir persönlich hat es von vornherein sehr gefallen mit Patienten zu arbeiten. Man lernt ganz unterschiedliche Menschen und Geschichten kennen, was sehr spannend sein kann. Während des Praktikums merkte ich, dass ich gut als Therapeutin auf sie eingehen und mit ihnen zusammenarbeiten konnte. Natürlich gab es auch komplizierte Patienten, aber bei diesen fand man, wie schon erwähnt, Unterstützung.

Die Praktikumsbesuchen der Lehrer, fanden ca. alle zwei Wochen statt. Vor diesen hatte ich keine Furcht, denn ich dachte mir: wenn etwas schief geht, dann ist es halt mal so. Ich muss noch nicht alles perfekt können und ich kann nur dazulernen. Und die Patienten sind auch keine Maschinen, die man programmieren kann. Einer braucht dann halt etwas länger, oder eine intensivere Betreuung. Daher nahm ich diese besuche eher als eine Chance wahr, noch ein paar nützliche Tipps zu bekommen, oder um zu zeigen wie gut die Behandlung zwischen mir und meinen Patienten klappt.

Für den weiteren Ausbildungsverlauf hoffe ich, dass es sich auch wieder für mich so schnell herausstellt, welche Fachbereiche mir liegen und in welche Richtung ich mich an in Zukunft orientieren werde. Dies war nämlich relativ schnell klar für mich. Und ich möchte viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln die mir dann in Zukunft helfen werden.

Hallo,

mein Name ist Jennifer und ich mache meine Ausbildung zur Physiotherapeutin an der DAA in Münster. Ich absolvierte mein Praktikum vom 01.10. – 21.12.2018 im Marienhospital in Borken. Mein Praktikum im Krankenhaus hat mir sehr gut gefallen, viele Eindrücke, viele Patienten und viele Momente. Ich werde euch nun einen kleinen Einblick in meinen Tagesablauf im Praktikum geben. Mein Tag begann meistens um 7.25 Uhr mit dem Bewegungsbad oder einer KG- Einzel. Oft habe ich die Patienten in der Einzel Krankengymnastik massiert, weil dieses eine sehr gute Entspannung für die Patienten ist. Morgens im Bewegungsbad sind meistens nur Rückenpatienten, aufgrund dessen zeigte ich den Patienten unterschiedliche Übungen zur Kräftigung & Stabilisierung der Rückenmuskulatur. Nach der Anwendung erfolgte die Besprechung für den Tag, dass bedeutete, dass wir Patienten zugewiesen bekamen und weitere Anwendungen planten, wie zum Beispiel die Rücken- oder Schultergruppe. Die Rückengruppe fand immer um 11.35 Uhr und die Schultergruppe um 13.20 Uhr statt. Nach dem Mittag habe ich oft die Fangopackungen für die Rückenpatienten mit verteilt, je nachdem wie viele Patienten stationär aufgenommen waren und benötigt wurden. Um 15:30 Uhr war mein Praktikumstag dann zu Ende. Ich war für den Bereich innere Medizin und Chirurgie im Einsatz. In dem chirurgischen Bereich habe ich viele Patienten mit Hüft-TEP, Knie –TEP, Arthroskopien und viele weitere Operationen behandelt. Ich habe mit den Patienten z.B. die allgemeine Mobilität, die Gelenkbeweglichkeit und weitere Ziele und Maßnahmen verbessert. Dieses war aber von Patient zu Patient unterschiedlich und individuell. Desweiteren habe ich Patienten aus dem Inneren Bereich behandelt, wie z.B. COPD, Pneumonie, Asthma Bronchiale. Bei den Patienten mit viel Sekret in der Lunge, habe ich des öfteren Vibrax (Vibrationsgerät) angewendet. Ich habe den Patienten außerdem verschiedene Atemübungen zur Verbesserung der Lungenventilation gezeigt. Es ist spannend wie individuell die Patienten und ihre einzelnen Diagnosen sind. Ich habe in meinem Praktikum alles das anwenden können, was ich zuvor in der Schule gelernt habe und freue mich auf weitere Herausforderungen. Es ist ein Beruf in dem man sich in viele Richtungen vielfältig ausbreiten kann. Ich habe aus dem Praktikum außerdem noch mitgenommen, dass ich selber Erfahrungen mit Patienten sammeln musste, um zu verstehen, was ich bisher alles gelernt habe. Das Schönste an dem Praktikum fand ich, wie dankbar viele Patienten waren, weil wir uns sehr gut um sie gekümmert haben und uns die Zeit genommen haben ihnen zu helfen und ihren Zustand zu verbessern. Ich hatte sehr liebe Kollegen, die mir viel geholfen haben, alles richtig zu machen und immer für Fragen offen waren.

Danke für‘s Lesen!

Als uns die Aufgabe gestellt wurde, einen Erfahrungsbericht über unser erstes Praktikum zu schreiben, war mein erster Gedanke: „Worüber könntest du etwas schreiben?“ Ich wollte einfach etwas schreiben, das man nicht jedes Mal liest. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mal aufzuschreiben, wie es mir jeweils am Anfang und am Ende des Einsatzes ergangen ist und wie ich mich in den drei Monaten entwickelt habe. An meinem ersten Tag, war ich natürlich nervös, aber durch die drei Tage, die wir im Sommer in der Einrichtung verbracht haben, war ich nicht ganz verloren. Ich habe meine Dienstkleidung erhalten und wurde direkt den Therapeutinnen auf der Chirurgie zugewiesen, bei denen ich erstmal zuschauen sollte. Eine Woche lang habe ich sie begleitet und ihnen geholfen, wenn es nötig war. In dieser Woche habe ich das gesamte Team kennengelernt und mich auch mit allen gut verstanden. Danach wurde ich das erste Mal auf die Menschheit losgelassen und durfte zunächst unter Aufsicht einige Patienten behandeln und Gruppen leiten. Als meine Mentorin schließlich glaubte, ich sei so weit und ich mich auch so fühlte, zog ich schließlich alleine los. Anfangs noch verunsichert, wie weit ich mit welchem Patienten gehen kann und wie belastbar jeder einzelne ist, sammelte ich in den nächsten Tagen viel Erfahrung. Für mich erschien es jedenfalls viel. Ich habe gelernt selbstbewusster aufzutreten und die Möglichkeiten, die ich mit den Patienten habe, auszuschöpfen. In meinen ersten eigenständigen Tagen habe ich oft das selbe, grundlegende Behandlungsschema auf alle Patienten angewandt, um sicher zu gehen, dass ich nichts falsch mache. Mit der Zeit bin ich allerdings kreativer geworden und habe mir mehrere Übungen ausgedacht, die auf das jeweilige persönliche Ziel jedes Patienten ausgerichtet waren. Jetzt, nach den drei Monaten, habe ich weniger Hemmungen, Dinge mit ihnen auszuprobieren, wenn sie einverstanden sind. Außerdem habe ich ein besseres Gefühl dafür entwickeln können, wie belastbar ein Patient ist und wie unterschiedlich es von Mensch zu Mensch sein kann. Durch die ausgiebige Praxisarbeit, konnte ich mein Verständnis für viele Krankheiten festigen und leichter Empathie für Betroffene entwickeln. In der Schule wurden wir zwar gut auf den Einsatz vorbereitet, allerdings waren unsere „Patienten“ alle kerngesund. Ich hoffe, in den nächsten Einsätzen genau so viele Erfahrungen sammeln zu können. Hoffentlich führt mich der Weg eines Tages wieder als Physiotherapeutin in das Krankenhaus in Borken, denn das Team dort hat mir enorm geholfen, all die Schritte zu gehen, die ich hier beschrieben habe. Bei Fragen oder Anregungen hatte immer jemand ein offenes Ohr und war bereit zu helfen. Jederzeit durfte ich mir nochmal Behandlungen anschauen, um etwas zu lernen oder mich inspirieren zu lassen. Dafür ein dickes Lob und herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Das Praktikum im Franziskus Hospital in Münster war eine interessante und lehrreiche Zeit. Auch wenn die Erwartungen an den theoretischen und praktischen Wissensschatz eines Praktikanten hoch sind, fühlte ich mich zu jeder Zeit ausreichend unterstützt und betreut; wenn ich an meine Grenzen stieß, konnte ich mich immer an einen Kollegen aus den Reihen der festangestellten Therapeuten wenden und Fragen stellen oder Patienten, die mich in meiner Stellung als Erst-Praktikant noch überforderten, problemlos und klaglos an jemanden mit mehr Erfahrung weiterreichen. Als Konsequenz davon bestand dann auch die Chance für die Praktikanten in allen Fällen, in denen sie sich sicher fühlten, komplett eigenständig zu therapieren, zu dokumentieren und in jeder Form als Physiotherapeut im Krankenhaus zu fungieren - ohne ständige Überprüfung durch Betreuer. Diese Handhabung ermöglichte es mir direkt am ersten Tag alleine Erfahrungen als Therapeut sammeln zu können. Obwohl es sich im ersten Moment wie ein „Stoß ins kalte Wasser“ anfühlte, kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass es mir viel mehr geholfen hat, selbst Hand anzulegen, statt erst eine oder sogar zwei Wochen mit einem Festangestellten mitzugehen und erst Handgriffe nur unter dessen wachsamen Blick durchzuführen. So kam mir nach den ersten unsicheren Therapien bereits der Satz „Hallo, ich bin Ihr Physiotherapeut.“ sicher über die Lippen. Bereits nach den ersten Tagen hatte sich eine Routine entwickelt und ich habe mich als Teil eines Teams im Krankenhaus gefühlt, wozu auch die allgemein freundliche und hilfsbereite Aufnahme durch die Pflegeteams der Stationen und der Ärzte, an die an sich immer mit medizinischen Fragen wenden konnte, sicher ihren Teil beitrug. Die Erfahrungen, die ich so auf den Stationen der inneren Medizin, der Unfallchirurgie und auch auf den beiden Intensivstationen sammeln konnte werden mich auf jeden Fall im weiteren Verlauf meiner Ausbildung und sicher auch darüber hinaus begleiten. Mit großen Erwartungen freue ich mich auf den nächsten praktischen Einsatz im Bereich der Orthopädie und Gynäkologie.

Das erste Praktikum der Physiotherapieausbildung in Innere und Chirurgie habe ich im Maria-Joseph-Hospital in Greven absolviert. Die Erfahrung hierbei waren für mich persönlich mehr auf die Besonderheiten des Physioberufes als auf das Krankenhausleben, da ich dies schon in anderen Praktika kennengelernt habe, jedoch nie aus der Sicht eines Physiotherapeuten. In Greven war das Arbeiten ein sehr selbständiges, von der Auswahl der Patienten über die Behandlungsplanung, bis hin zur eigentlichen Behandlung, was ich persönlich als sehr angenehm empfunden habe. Hierbei standen aber die Festangestellten jeder Zeit für Fragen zur Verfügung. Auch wenn ich mal eine Behandlung mir anschauen wollte wurde ich gerne mitgenommen. Ein fundiertes Wissen, gerade in den grundlegenden Fächern (Anatomie, Physiologie...), verknüpft mit dem Wissen über die Krankheitsbilder und deren Therapiemaßnahmen aus den Fächern Innere und Chirurgie Med./Pt, war hierbei die Voraussetzung. Hierbei war das Praktikum ein guter Ort, um zu merken, dass das Gelernte auch wirklich Anwendung findet und sich die Lernerei auch lohnt. Der Patientenkontakt ist häufig ein sehr intensiver, da kaum jemand so viel Zeit im Krankenhaus mit den Patienten verbringt wie wir Physios. Häufig war das (gerade für die älteren Patienten) Anlass den Physiotherapeuten auch als Psychotherapeuten zu gebrauchen. Die Herausforderung hierbei war es seine eigentliche Behandlung dennoch durch zu ziehen. Ich hatte jedoch während der Behandlung viel Spaß mit meinen Patienten und es freute einen immer, wenn man merkte wie gut den Patienten die Behandlung tut. Gerade in der Chirurgie waren die ersten Schritte häufig eine große Überwindung, sowie das erste Mal auf die Treppe mit einem Bruch war ein mentales Hindernis und für die Hilfe bei dessen Überwindung waren die Patienten immer sehr dankbar. Die heutzutage kurzen Liegezeiten sorgten bei mir dafür, dass viele Patienten dann entlassen wurden, wenn es für mich gerade erst „spannend“ von der Behandlung wurde. Deswegen freue ich mich schon auf die nächsten Praktika in Rehazentren und Praxen, da man dort den weiteren Verlauf der Krankheitsbilder/Patienten sieht, deren Beginn man im Krankenhaus begleitet und in gewisser Weise die Weichen für den Heilungsprozess gestellt hat.

„Im Krankenhaus arbeiten, das ist gar nicht meins…ich bin mehr Praxis-Typ. Einfach nur die Zähne zusammen beißen und bis zum Ende kommen“. Das war, was ich am 4.10. gedacht habe. Jetzt will ich gar nicht mehr weg. Ich bin echt glücklich, dass ich die Möglichkeit gehabt habe, im Mathias-Spital meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Das beste Team, das ich bis jetzt erlebt habe. Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die ich immer bekommen habe, für die Kompetenz der Mitarbeiter, von denen ich viel gelernt habe und nicht zuletzt für den Spaß, den alle ins Krankenhaus mitbringen. So sind 3 Monate echt schnell vergangen. Ich habe im Krankenhaus die Möglichkeit gehabt, alles auszuprobieren, was ich in der Schule gelernt habe, manchmal erfolgreich und manchmal weniger, und so zu verstehen, dass in der Praxis nicht alles gut läuft wie in der Theorie immer schön gesagt wird. Im Krankenhaus lernt man richtig flexibel zu werden, weil alle Behandlungen immer angepasst werden müssen, da alle Patienten unterschiedlich voneinander sind. Manche brauchen es, motiviert zu werden, um auf die Beine zu kommen, andere müssen unbedingt ausgebremst werden, um nichts falsch zu machen. In beiden Fällen spielen wir als Physiotherapeuten eine sehr wichtige Rolle, im Grunde sind wir als Vertrauensperson immer dabei. Unsere Behandlung ist oft „der schönste Moment im Tag“ für die Patienten, die einfach sehr dankbar sind und das in ihren Augen zu lesen ist einfach nicht bezahlbar. Das und viel mehr habe ich verstanden und erlebt und werde es nie vergessen, wie auch all die Patienten denen ich geholfen habe oder die ich in ihren Tagen auch nur ein bisschen glücklicher gemacht habe. „Im Krankenhaus arbeiten? Ja, gerne. Eine der schönsten Erfahrungen, die ich bis jetzt beruflich erlebt habe.“

Das erste Jahr der Physiotherapieausbildung mit so vielen neuen Eindrücken, dem immensen theoretischen und praktischen Wissen was wir uns erarbeitet haben und den zahlreichen neuen Erfahrungen verfliegt wirklich wie im Flug und dann steht auch schon das erste Praktikum vor der Tür. Wie den meisten anderen sind auch mir im Vorfeld viele Gedanken durch den Kopf gegangen:

 

• Wird mein Wissen ausreichen? (→ Nein, definitiv nicht. Es ist wichtig, mit guten Grundlagen ins Praktikum zu gehen, aber man wird definitiv eine Menge Neues dazulernen.)

• Werden die Patienten mich überhaupt ernst nehmen? (→ Ja, ein kompetentes Auftreten vor den Patienten habe ich auf jeden Fall gelernt, man muss mutig an die Dinge herangehen und sich den Herausforderungen stellen.)

• Wie werde ich generell zurechtkommen und den Arbeitsalltag bewältigen können? (→ Anfangs ist es sehr aufregend und anstrengend, aber man gewöhnt sich schnell und zum Glück bekommt man ein direktes Feedback von den Patienten zurück.)

 

Unser Kurs hatte erstmals das Glück, dass wir im Vorfeld ein dreitägiges Schnupperpraktikum bei unserem jeweiligen Einsatzort machen konnten. So konnte man sich im Vorfeld schon mit dem „Kosmos Krankenhaus“ auseinandersetzen und die vielen Abläufe und Eigenarten die so ein Krankenhaus mit sich bringt kennen lernen. Und dennoch waren die ersten Tage ein echter Wurf ins kalte Wasser. Auch nach knapp vier Wochen wird man jeden einzelnen Tag vor neue Herausforderungen gestellt, denn kein Tag gleicht dem anderen. Sich täglich auf neue Patienten einzustellen erfordert wirklich viel Fingerspitzengefühl. Die Patienten sind sehr unterschiedlich, was es teilweise sehr schwierig macht, aber so bleibt es auf jeden Fall immer spannend. Manche Patienten wollen wirklich etwas dafür tun gesund zu werden, sind motiviert, machen Fortschritte, das sind die schönen Momente. Es gibt allerdings auch Situationen die eher unangenehm sind, z.B. wenn ein Patient sich nicht behandeln lassen möchte, die Therapie ablehnt weil es ihm zu schlecht geht oder er eine schlechte Diagnose bekommen hat. Auch der Tod ist ein Thema mit dem man unweigerlich in Berührung kommt. Freud und Leid liegen im Krankenhaus wirklich sehr nah zusammen und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Es gibt viele Dinge die in der Theorie so selbstverständlich und klar sind und in der Praxis am echten Patienten und mit den vorhandenen Gegebenheiten nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Wichtig ist, dass man sich von den manchmal scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und Situationen nicht unterkriegen lässt, sondern immer versucht das Beste aus der Situation zu machen. Viel Eigeninitiative zu zeigen hilft auf jeden Fall weiter. In jedem Fall ist das Praktikum eine lehrreiche Zeit und zwar in vielen Bereichen.

Nach einem Jahr Schule, welches eine Menge theoretischen und praktischen Unterricht beinhaltete, steht nun das erste Praktikum vor der Tür und wir stehen vor der Herausforderung das Gelernte im Krankenhaus am Patienten umzusetzen. Das Spannende während des Praktikums war einerseits, dass kein Tag wie der andere ist. Man lernt fast täglich neue Patienten kennen und jeder dieser Patienten bringt eine andere Erkrankung mit und geht auch anders mit mir um. Während des Praktikums habe ich überwiegend mit Menschen zusammen gearbeitet, die sehr motiviert und diszipliniert waren, um schnellstmöglich wieder gesund zu werden. Allerdings tritt man auch mit Kranken in Kontakt, die keine Interesse daran haben, sich helfen und behandeln zu lassen. Mit viel Feingefühl und den richtigen Worten lassen sich aber auch diese Patienten teilweise überzeugen. Während der Zeit im Praktikum habe ich sehr viele Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt. Für die Patienten ist der Physiotherapeut eine Art Vertrauensperson, die ihm jeden Tag zur Seite steht und Erfolge mit ihm feiert, aber auch bei Misserfolgen zur Seite steht. Als Vertrauensperson klagen die Patienten ihr Leid, aber auch ihre Freude und Erfolge, die sie vor allem während der Therapie gemacht haben. So sind manchmal ein paar Schritte ein Grund nach der Oberschenkelhalsfraktur für den Patienten ein großer Fortschritt, den sie ohne uns nicht erreicht hätten. Aufgrund dessen ist die Wertschätzung vieler Patienten überwältigend. Für mich ist das Praktikum eine sehr prägende Erfahrung, da ich mit jedem Tag mehr Sicherheit im Umgang mit dem Patienten und ihren Krankheiten, sowie dem physiotherapeutischen Maßnahmen gewinne. Wichtig ist, dass man zwar mit kranken Menschen zusammenarbeitet, aber Fehler in der Behandlung menschlich sind. Mal denkt man nach einer Behandlung "Diese Übung hätte ich aber häufiger wiederholen sollen" oder "Das waren zu viele Übungen, nächstes Mal muss ich mir davon ein paar raussuchen". Durch stetige Reflexion und Feedback vom Patienten lernt man dazu und kann nach Misserfolgen und Fehlern seine Behandlung überdenken und sie verbessern. Im Hinblick auf dem weiteren Ausbildungsverlauf motivieren die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse dazu, neues Wissen und neue Techniken während des Theorieunterrichtes zu erlangen, um den Patienten im nächsten Praktikumsblock mit dem neu Erlernten wieder zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen in ihr alltägliches Leben zurückzukehren.

Nach 2 von 3 Monaten Praktikum kann ich jetzt sagen, dass mir die Arbeit im Krankenhaus sehr viel Spaß macht. Wir sind hier zu mehreren Schülern, auch von anderen Schulen, und so wurden wir auf die jeweiligen Stationen aufgeteilt. Da wir DAAler für 2 Fachrichtungen im Einsatz sind, tauschten wir die Stationen nach 6 Wochen. Zu Anfang war ich zusammen mit einer weiteren Schülerin auf der Unfallchirurgie. Jeder bekam einen Zettel mit den Patienten, die an dem Tag behandelt werden müssen, sodass wir uns jeden morgen auf der Station besprochen haben, wer zu welchem Patienten geht. So konnte man sich das gut einteilen, dass ein Patient immer von dem selben Therapeuten behandelt wurde. Direkt am ersten Tag durfte ich selbstständig Patienten behandeln. Es war ziemlich aufregend, allerdings hat man sich schnell in die Arbeit eingefunden und die ersten Erfolge der Patienten wurden sichtbar. Bei Fragen standen die examinierten Physios immer mit Rat und Tat zur Seite. Da auch die Patienten auf der Intensivstation eine physiotherapeutische Behandlung brauchen, durften wir Schüler jeweils 2 Wochen dort Einblicke erhalten und den Festangestellten behilflich sein. An einen Patienten erinnere ich mich sehr gut, da ich ihn auch nachher auf der normalen Station weiterbehandeln konnte. Es war sehr beeindruckend für mich: Er lag mehrere Wochen im Koma und wir konnten ihn nur passiv bewegen. Dann wurde er wach und war so motiviert wieder fit zu werden, dass ich nachher mit ihm wieder am Rollator gehen konnte. Als ich dann auf die Station der Inneren Medizin wechselte, kamen natürlich auch andere Patienten. Vorwiegend ältere Menschen, die sehr dankbar über die Behandlungen waren. Viele von ihnen waren engagiert und machten ihre Übungen regelmäßig ohne daran erinnert werden zu müssen. So konnte man dann auch sehr schnell Verbesserungen feststellen. Ich konnte in allen Abteilungen tolle und hilfreiche Erfahrungen sammeln, sodass ich für mich sagen kann, dass ich eine bessere Vorstellung davon habe, in welchem Bereich ich später tatsächlich arbeiten möchte.

Zu Beginn meines ersten Praktikumstages war ich sehr aufgeregt. Wie würde es werden? Würde ich mich zu Recht finden? Würden die Leute mich mögen? Dies waren nur einige Fragen die mir im Kopf rumschwirrten. Am Krankenhaus angekommen stellte ich mich in der Abteilung für Physiotherapie vor und wurde freundlich empfangen. In dem Raum für Praktikanten lernte ich noch drei andere Schüler kennen. Nach einem Einführungsgespräch mit dem Leiter der Abteilung führte mich meine Betreuerin im Krankenhaus rum und zeigte mir die Station auf der ich die nächsten drei Monate vorrangig arbeiten sollte. Schließlich konnte ich ihr bei einigen Behandlungen über die Schulter schauen und meine ersten Eindrücke sammeln. Am Nachmittag durfte ich dann auch selbst mein Können unter Beweis stellen. Ich bekam meine erste Patientin. Vor dem Zimmer angekommen atmete ich tief durch. Ich trat ein und stellte mich der Patientin vor. Nachdem ich mir einen ersten Überblick verschafft hatte, informierte ich sie was ich bei der Behandlung genau machen wollte und begann mit den ersten Übungen. Sie erzählte mir wie es zu der Verletzung gekommen war und nach ein paar Minuten merkte ich wie das Eis gebrochen war. Ich wendete die Techniken an, die ich im Unterricht gelernt hatte und je mehr ich mich mit der Frau unterhielt desto sicherer wurde ich. So merkte ich gar nicht wie schnell die Behandlungszeit vorbei war und verabschiedete mich freundlich. Nach dem Verlassen des Zimmers, fühlte ich mich großartig. Ich hatte meinen ersten eigenen Patienten behandelt. Es gab zwar keine weiteren für mich an diesem Tag, aber trotzdem war ich stolz auf mich. Ich hatte die erste Hürde überwunden und war bereit für weitere Patienten mit spannenden Verletzungen, die darauf warteten von mir behandelt zu werden.

Jeder Anfang ist schwer, vor allem wenn man von der gelernten Theorie zum praktischen wechseln und alles bei einem richtigen Patienten anwenden soll. Im ersten Praktikum stelle ich mir viele Fragen bevor der erste Tag anfing. • Kann ich mir erst mal eine Behandlung von einem erfahrenen Therapeuten anschauen? • Bekomme ich heute meinen ersten Patienten? • Wie wird mein erster Patient sein ? • Was hat mein erster Patient oder was mache ich mit meinem ersten Patienten? Aber bevor ich mir diese ganzen Fragen beantworten konnte stand ich auch schon vor der ersten Tür und war aufgeregt wie noch nie zu vor. Einige Male ging ich im Kopf durch was man nun sagen soll und was geplant ist für die Behandlung. Langsam aber sicher wurde mich jedoch klar, dass es am Besten war ins Zimmer zu gehen und einfach zu machen. Ich griff zur Klinke, drückte sie runter und machte die Tür auf, sagte den Namen meiner Patienten und stand vor einer super netten Frau. Sie hat alles mit Freude und Motivation mitgemacht und ich sah ein, dass man keine Angst haben brauchte. Weder vor der Therapie noch vor dem Patienten selbst. So steigerte sich mein Selbstbewusstsein vor dem Patienten enorm. Bis zum Schluss lernte ich wie ich mit Patienten in vielen verschiedenen Situationen umzugehen habe, wie ich ihnen viele hilfreiche Tipps geben kann und wie sie schnell wieder auf die Beine kommen. Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass ich an der Herausforderung gewachsen bin und keine Bedenken mehr habe etwas falsches zu machen oder mit Patienten und der Behandlung nicht klar zu kommen.

(St. Antonius Hospital Gronau) Vor Beginn meines Praktikums konnte ich mich nicht wirklich darauf freuen. Ich war fest der Überzeugung, dass mir die fachlichen Kompetenzen dafür fehlen würden und ich bei verschiedenen Krankheitsbildern nicht weiß, was ich zu tun habe. Als es dann aber endlich soweit war, und ich das Team der Physios kennenlernte, war die Aufregung schon nicht mehr so groß. Zusammen mit fünf anderen Praktikanten lernte ich in den ersten zwei Tagen das Krankenhaus und die Arbeit mit den Patienten kennen. Ab dem dritten Tag hatte ich dann schon meine eigenen Patienten, mit denen ich arbeiten musste. Die Arbeit mit den Patienten war für mich kein großes Problem, da ich innerhalb meiner Familie schon Erfahrung mit kranken und hilfebedürftigen Menschen sammeln konnte. Schnell wurde ich mit der Arbeit im Krankenhaus vertraut und stellte fest, dass mir die verschiedenen Krankheitsbilder nur wenig Probleme bereiteten. Erst bei der praktischen Arbeit wurde mir bewusst, was ich alles kann und was ich nochmal nachsehen musste. Was mich sehr faszinierte, sind die Erfolge die ich an jedem einzelnen Patienten gesehen habe. Jetzt, nach dem Praktikum, kann ich mit Überzeugung sagen, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.

(St. Antonius Hospital) Das erste Praktikum im Bereich Innere Medizin und Chirurgie war ein super Erlebnis. Am ersten Tag war ich natürlich super nervös und war mir nicht sicher, ob meine Kenntnisse ausreichen würden, echte Patienten zu behandeln. Wir wurden super in das Team der Physiotherapeuten und der anderen Praktikanten aufgenommen, was es uns natürlich leichter machte, gut im Praktikum klar zu kommen. Die ersten Tage durften wir erst mal bei den anderen mitlaufen und uns alles anschauen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit bekamen auch wir endlich unsere eigenen Patienten. Nach rund drei Wochen war es soweit, das erste Bewegungsbad stand an! Der Tag fing ganz normal an, ich behandelte ein paar Patienten, von der Atemtherapie bis hin zur neuen Hüft-Tep. Heute verging die Zeit wie im Flug und dann war es auch schon fast so weit. 11 Uhr sollte es losgehen, also musste ich spätestens um 10:50 Uhr unten sein, um die Tür für das Bad aufzuschließen, damit die Teilnehmer/innen sich umziehen können. Die Nervosität stieg den ganzen Tag über, doch plötzlich war sie auf dem Höhepunkt. Wie präsentiere ich mich gut vor der Gruppe? Welche Übungen mache ich und welches Gerät nutze ich? Was ist, wenn etwas schief geht? Was erwarten die Teilnehmer/innen von mir? Tausend Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Die Uhr zeigte 11 Uhr. Ich packte all meinen Mut zusammen und ging ins Bad. 10 Teilnehmer/innen warteten schon gespannt im Wasser auf mich und wollten endlich loslegen. Ich stellte mich noch kurz vor und dann ging es auch schon los. Es war eine super Stimmung zwischen den Teilnehmern und alle waren gut drauf. Meine Nervosität sank schnell wieder. Gerne huschte mal ein Blick auf die Uhr, bis 11:30 Uhr sollte es gehen, aber da alle super mitmachten, verging die Zeit wie im Flug. Ich verabschiedete mich. Mein aller erstes Bewegungsbad war vollbracht! Und wieder waren da Tausend Fragen in meinem Kopf. Habe ich alles richtig gemacht? Waren die Teilnehmer/innen zufrieden und hatten sie Spaß? Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann weiter zu einem weiteren Patienten vor der Mittagspause... Es war eine große Herausforderung für mich, vor einer Gruppe die Anleitung zu geben, aber auch diese Hürde konnte ich doch gut meistern und alle weiteren Gruppentherapien wurden immer weniger zum Problem für mich...

Es war soweit, erstes Praktikum. Der Ort war klar, ab nach Rheine, in bekannten Gefilden arbeiten. Durch vorherige Tätigkeiten kannte ich das Umfeld des Hauses bereits, doch die Physiotherapie war neu für mich. Der Haufen Menschen, welchen ich dort dann antraf, übertraf jegliche Erwartung. Kompetenz ohne Ende und jederzeit zu einem Spaß aufgelegt. Hier würde es sich gut arbeiten lassen. Und genau das wurde erfüllt. Jeden Tag meines dreimonatigen Praktikums hatte ich Spaß, immer fuhr ich mit Freude zum Haus. Von vornherein bekam ich eigene Patienten und die nötige Anleitung um diese passend zu behandeln, Auch wurde mir genügend Freiraum gelassen mir Zeiten selbst zu ordnen und in Ruhe zu behandeln. Unter teilweise sehr genauer Beobachtung meiner Anleiterin, war dieses nach kurzer Zeit bereits kein Problem mehr. Eben diese Anleiterin bot mir auch das ganze Praktikum über Einblicke in Themenbereiche, welche schulisch noch nicht gefordert waren. Gut vorbereitet ging es so durch die drei Monate. Insgesamt hatte ich den Eindruck, das alle Praktikanten im Mathias- Spital eine sehr gute Betreuung erwartet. Probleme waren, so sie denn auftraten immer zu lösen. Keiner nahm sich selbst zu ernst und das gesamte Umfeld nahm jeden sofort auf. Wer die Chance hat dort sein Praktikum zu absolvieren sollte diese direkt wahrnehmen, es ist nur zu empfehlen. An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an Frau R., Herrn B., Herrn F. Frau M. Und vor allem Frau J. die mich dort begleiteten. Ebenso an den Rest des Team.

Mein erstes Praktikum habe ich am Johanneshospital in Dortmund absolviert und ich kann sagen, dass ich diese Entscheidung nicht bereut habe. Aber nun zum Anfang. Wie jeder andere auch, war ich gerade am ersten Tag total nervös und ich fragte mich: „Was wird bloß auf mich zukommen? Wie wird das Team mich aufnehmen? Bin ich wirklich bereit?" Auch wenn alle Lehrer einem Mut zusprechen, so zweifelt man doch gerne noch, ob man wirklich eigene Patienten schaffen wird. Doch all meine Ängste waren umsonst. Als ich den Gruppenraum betrat und alle auf mich zukamen um sich vorzustellen, fühlte ich mich direkt wohl. Das Team war klasse! Dieser erste Eindruck blieb bis zum Schluss. Mein erster Tag bestand aus mitlaufen, Eindrücke sammeln, Fragen stellen und sich im Krankenhaus zurechtzufinden. Nach einer Woche hatte ich einen weiten Einblick bekommen, durfte mit auf die Intensivstation und sah Patienten aus Fachgebieten, mit denen ich noch nie zu tun hatte. Was ich direkt festgestellt habe war, man lernt schnell! Viele Maschinen, viele Abkürzungen, viele Leute, doch nach kurzer Zeit ergab sich daraus mehr und mehr ein Gesamtbild. Mit dem ersten eigenen Patienten verlor man die Angst und kam zu der Erkenntnis: „Ja, ich kann das, ja, es macht mir Spaß, ja, genau das ist mein Beruf!" Mit jedem weiteren Patienten wird man sicherer, man blickt schneller durch die Akten durch, hat die richtigen Antworten auf die Fragen der Patienten parat und weiß im Notfall, wen man ansprechen kann. Auch wenn es überwiegend gute Tage gibt, gibt es immer mal einen wo irgendwas „schlechtes" passiert. Der erste Patient, der die Krankengymnastik ablehnt, ist nicht einfach, aber auch das muss man kennenlernen. Genauso, dass man als Physiotherapeut auch viel Privates von den Patienten erzählt bekommt. Man lernt damit umzugehen und es nicht mit nach Hause zu nehmen. Denn im Endeffekt überwiegen die guten Tage: Patienten, die lächelnd auf einen warten, Patienten, die berichten, wie gut es ihnen nun geht, Patienten, die einem Danken für die Arbeit, die wir leisten. Die meisten freuen sich auf uns, wollen was tun, was lernen und Fortschritte machen. Diese Momente zeigen einem, warum wir das jeden Tag tun, warum man so viel dafür lernt – um am Ende sagen zu können: „Ich habe für und mit diesen Patienten zusammen alles gemacht und erreicht, was ich für sie tun konnte." Es sind schöne Erfahrungen, die dann noch nebenbei mit reinspielen. Man wird vom Team als Mitglied akzeptiert und in den Pausen wird gern mal nach meinem Rat gefragt, da man in den Themen ja noch so „frisch" ist. Mit jedem Tag mehr, weiß man die Schwestern und das Personal zuzuordnen, man wird angesprochen, erkannt, gegrüßt - man wird ein kleiner Teil vom großen Ganzen. Eine schlimme Erfahrung musste ich aber doch machen: Ein schwer kranker Patient starb übers Wochenende. Auch wenn es schlimm ist, dies manchmal zu akzeptieren, aber es gibt Patienten, mit denen man leider nicht das Ziel erreicht: eigenständiges Zuhause, Belastbarkeit steigern und fit für die Reha werden. Am Ende kann man dennoch sagen: „Ich habe alles für diesen Patienten getan." Jetzt, 2 Wochen vor Ende des Praktikums gucke ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. Ich habe viel gesehen und erlebt, viel gelernt, konnte meine Techniken verbessern und mein Wissen sichern. Doch was am Wichtigsten jetzt kurz vor dem Ende ist, ist die Erkenntnis, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe: Das ist der Beruf, den ich mein Leben lang machen möchte. Mit dieser Erkenntnis freue ich mich auf den weiteren Ausbildungsverlauf. Auf das Neue, was noch kommt, auf die neuen Fachgebiete und auch wieder jeden Tag zu lernen, was ich für den Patienten tun kann, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen.

Ich hatte in meinem ersten Praktikum eine Patientin mit einem neuem Knie. Am Anfang habe ich mit ihr viele Übungen im Bett gemacht. Am 4. Tag nach der OP konnte sie mit mir bereits auf Stützen laufen. Das klappte am Anfang auch gut, da sie sehr motiviert war. Dann am 6. Tag wurde sie ungeduldig, da sie die Übungen nicht sofort umsetzen konnte. Daraufhin habe ich von Tag zu Tag immer wieder auf Sie eingeredet, dass es nicht möglich ist, die Übungen auf Anhieb korrekt auszuführen. Als sie merkte dass sie Fortschritte machte, hob sich ihre Stimmung. Zwei Tage vor der Entlassung konnte sie sogar auf dem Fahrradergometer fahren. Das Schönste war daran, das sie sich bedankt hatte - für die Geduld und Aufmerksamkeit, die ich ihr gegeben habe.