Ein spannender Blick über die Grenzen

Unser Absolvent S. Jaskolski arbeitet nach dem erfolgreichen Abschluss an der DAA Physiotherapieschule Münster in der Schweiz als Physiotherapeut. Hier seine Erfahrungen in einem Interview!

Schüler/-innen berichten aus ihrem Praktikum

Hier erzählen einige Schüler/-innen aus ihrem Praktikum in unseren kooperierenden Kliniken. Das Praktikum umfasst die Bereiche Innere Medizin und Chirurgie und dauert drei Monate.

Als uns die Aufgabe gestellt wurde, einen Erfahrungsbericht über unser erstes Praktikum zu schreiben, war mein erster Gedanke: „Worüber könntest du etwas schreiben?“ Ich wollte einfach etwas schreiben, das man nicht jedes Mal liest. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mal aufzuschreiben, wie es mir jeweils am Anfang und am Ende des Einsatzes ergangen ist und wie ich mich in den drei Monaten entwickelt habe. An meinem ersten Tag, war ich natürlich nervös, aber durch die drei Tage, die wir im Sommer in der Einrichtung verbracht haben, war ich nicht ganz verloren. Ich habe meine Dienstkleidung erhalten und wurde direkt den Therapeutinnen auf der Chirurgie zugewiesen, bei denen ich erstmal zuschauen sollte. Eine Woche lang habe ich sie begleitet und ihnen geholfen, wenn es nötig war. In dieser Woche habe ich das gesamte Team kennengelernt und mich auch mit allen gut verstanden. Danach wurde ich das erste Mal auf die Menschheit losgelassen und durfte zunächst unter Aufsicht einige Patienten behandeln und Gruppen leiten. Als meine Mentorin schließlich glaubte, ich sei so weit und ich mich auch so fühlte, zog ich schließlich alleine los. Anfangs noch verunsichert, wie weit ich mit welchem Patienten gehen kann und wie belastbar jeder einzelne ist, sammelte ich in den nächsten Tagen viel Erfahrung. Für mich erschien es jedenfalls viel. Ich habe gelernt selbstbewusster aufzutreten und die Möglichkeiten, die ich mit den Patienten habe, auszuschöpfen. In meinen ersten eigenständigen Tagen habe ich oft das selbe, grundlegende Behandlungsschema auf alle Patienten angewandt, um sicher zu gehen, dass ich nichts falsch mache. Mit der Zeit bin ich allerdings kreativer geworden und habe mir mehrere Übungen ausgedacht, die auf das jeweilige persönliche Ziel jedes Patienten ausgerichtet waren. Jetzt, nach den drei Monaten, habe ich weniger Hemmungen, Dinge mit ihnen auszuprobieren, wenn sie einverstanden sind. Außerdem habe ich ein besseres Gefühl dafür entwickeln können, wie belastbar ein Patient ist und wie unterschiedlich es von Mensch zu Mensch sein kann. Durch die ausgiebige Praxisarbeit, konnte ich mein Verständnis für viele Krankheiten festigen und leichter Empathie für Betroffene entwickeln. In der Schule wurden wir zwar gut auf den Einsatz vorbereitet, allerdings waren unsere „Patienten“ alle kerngesund. Ich hoffe, in den nächsten Einsätzen genau so viele Erfahrungen sammeln zu können. Hoffentlich führt mich der Weg eines Tages wieder als Physiotherapeutin in das Krankenhaus in Borken, denn das Team dort hat mir enorm geholfen, all die Schritte zu gehen, die ich hier beschrieben habe. Bei Fragen oder Anregungen hatte immer jemand ein offenes Ohr und war bereit zu helfen. Jederzeit durfte ich mir nochmal Behandlungen anschauen, um etwas zu lernen oder mich inspirieren zu lassen. Dafür ein dickes Lob und herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Das Praktikum im Franziskus Hospital in Münster war eine interessante und lehrreiche Zeit. Auch wenn die Erwartungen an den theoretischen und praktischen Wissensschatz eines Praktikanten hoch sind, fühlte ich mich zu jeder Zeit ausreichend unterstützt und betreut; wenn ich an meine Grenzen stieß, konnte ich mich immer an einen Kollegen aus den Reihen der festangestellten Therapeuten wenden und Fragen stellen oder Patienten, die mich in meiner Stellung als Erst-Praktikant noch überforderten, problemlos und klaglos an jemanden mit mehr Erfahrung weiterreichen. Als Konsequenz davon bestand dann auch die Chance für die Praktikanten in allen Fällen, in denen sie sich sicher fühlten, komplett eigenständig zu therapieren, zu dokumentieren und in jeder Form als Physiotherapeut im Krankenhaus zu fungieren - ohne ständige Überprüfung durch Betreuer. Diese Handhabung ermöglichte es mir direkt am ersten Tag alleine Erfahrungen als Therapeut sammeln zu können. Obwohl es sich im ersten Moment wie ein „Stoß ins kalte Wasser“ anfühlte, kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass es mir viel mehr geholfen hat, selbst Hand anzulegen, statt erst eine oder sogar zwei Wochen mit einem Festangestellten mitzugehen und erst Handgriffe nur unter dessen wachsamen Blick durchzuführen. So kam mir nach den ersten unsicheren Therapien bereits der Satz „Hallo, ich bin Ihr Physiotherapeut.“ sicher über die Lippen. Bereits nach den ersten Tagen hatte sich eine Routine entwickelt und ich habe mich als Teil eines Teams im Krankenhaus gefühlt, wozu auch die allgemein freundliche und hilfsbereite Aufnahme durch die Pflegeteams der Stationen und der Ärzte, an die an sich immer mit medizinischen Fragen wenden konnte, sicher ihren Teil beitrug. Die Erfahrungen, die ich so auf den Stationen der inneren Medizin, der Unfallchirurgie und auch auf den beiden Intensivstationen sammeln konnte werden mich auf jeden Fall im weiteren Verlauf meiner Ausbildung und sicher auch darüber hinaus begleiten. Mit großen Erwartungen freue ich mich auf den nächsten praktischen Einsatz im Bereich der Orthopädie und Gynäkologie.

Das erste Praktikum der Physiotherapieausbildung in Innere und Chirurgie habe ich im Maria-Joseph-Hospital in Greven absolviert. Die Erfahrung hierbei waren für mich persönlich mehr auf die Besonderheiten des Physioberufes als auf das Krankenhausleben, da ich dies schon in anderen Praktika kennengelernt habe, jedoch nie aus der Sicht eines Physiotherapeuten. In Greven war das Arbeiten ein sehr selbständiges, von der Auswahl der Patienten über die Behandlungsplanung, bis hin zur eigentlichen Behandlung, was ich persönlich als sehr angenehm empfunden habe. Hierbei standen aber die Festangestellten jeder Zeit für Fragen zur Verfügung. Auch wenn ich mal eine Behandlung mir anschauen wollte wurde ich gerne mitgenommen. Ein fundiertes Wissen, gerade in den grundlegenden Fächern (Anatomie, Physiologie...), verknüpft mit dem Wissen über die Krankheitsbilder und deren Therapiemaßnahmen aus den Fächern Innere und Chirurgie Med./Pt, war hierbei die Voraussetzung. Hierbei war das Praktikum ein guter Ort, um zu merken, dass das Gelernte auch wirklich Anwendung findet und sich die Lernerei auch lohnt. Der Patientenkontakt ist häufig ein sehr intensiver, da kaum jemand so viel Zeit im Krankenhaus mit den Patienten verbringt wie wir Physios. Häufig war das (gerade für die älteren Patienten) Anlass den Physiotherapeuten auch als Psychotherapeuten zu gebrauchen. Die Herausforderung hierbei war es seine eigentliche Behandlung dennoch durch zu ziehen. Ich hatte jedoch während der Behandlung viel Spaß mit meinen Patienten und es freute einen immer, wenn man merkte wie gut den Patienten die Behandlung tut. Gerade in der Chirurgie waren die ersten Schritte häufig eine große Überwindung, sowie das erste Mal auf die Treppe mit einem Bruch war ein mentales Hindernis und für die Hilfe bei dessen Überwindung waren die Patienten immer sehr dankbar. Die heutzutage kurzen Liegezeiten sorgten bei mir dafür, dass viele Patienten dann entlassen wurden, wenn es für mich gerade erst „spannend“ von der Behandlung wurde. Deswegen freue ich mich schon auf die nächsten Praktika in Rehazentren und Praxen, da man dort den weiteren Verlauf der Krankheitsbilder/Patienten sieht, deren Beginn man im Krankenhaus begleitet und in gewisser Weise die Weichen für den Heilungsprozess gestellt hat.

„Im Krankenhaus arbeiten, das ist gar nicht meins…ich bin mehr Praxis-Typ. Einfach nur die Zähne zusammen beißen und bis zum Ende kommen“. Das war, was ich am 4.10. gedacht habe. Jetzt will ich gar nicht mehr weg. Ich bin echt glücklich, dass ich die Möglichkeit gehabt habe, im Mathias-Spital meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Das beste Team, das ich bis jetzt erlebt habe. Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die ich immer bekommen habe, für die Kompetenz der Mitarbeiter, von denen ich viel gelernt habe und nicht zuletzt für den Spaß, den alle ins Krankenhaus mitbringen. So sind 3 Monate echt schnell vergangen. Ich habe im Krankenhaus die Möglichkeit gehabt, alles auszuprobieren, was ich in der Schule gelernt habe, manchmal erfolgreich und manchmal weniger, und so zu verstehen, dass in der Praxis nicht alles gut läuft wie in der Theorie immer schön gesagt wird. Im Krankenhaus lernt man richtig flexibel zu werden, weil alle Behandlungen immer angepasst werden müssen, da alle Patienten unterschiedlich voneinander sind. Manche brauchen es, motiviert zu werden, um auf die Beine zu kommen, andere müssen unbedingt ausgebremst werden, um nichts falsch zu machen. In beiden Fällen spielen wir als Physiotherapeuten eine sehr wichtige Rolle, im Grunde sind wir als Vertrauensperson immer dabei. Unsere Behandlung ist oft „der schönste Moment im Tag“ für die Patienten, die einfach sehr dankbar sind und das in ihren Augen zu lesen ist einfach nicht bezahlbar. Das und viel mehr habe ich verstanden und erlebt und werde es nie vergessen, wie auch all die Patienten denen ich geholfen habe oder die ich in ihren Tagen auch nur ein bisschen glücklicher gemacht habe. „Im Krankenhaus arbeiten? Ja, gerne. Eine der schönsten Erfahrungen, die ich bis jetzt beruflich erlebt habe.“

Das erste Jahr der Physiotherapieausbildung mit so vielen neuen Eindrücken, dem immensen theoretischen und praktischen Wissen was wir uns erarbeitet haben und den zahlreichen neuen Erfahrungen verfliegt wirklich wie im Flug und dann steht auch schon das erste Praktikum vor der Tür. Wie den meisten anderen sind auch mir im Vorfeld viele Gedanken durch den Kopf gegangen:

 

• Wird mein Wissen ausreichen? (→ Nein, definitiv nicht. Es ist wichtig, mit guten Grundlagen ins Praktikum zu gehen, aber man wird definitiv eine Menge Neues dazulernen.)

• Werden die Patienten mich überhaupt ernst nehmen? (→ Ja, ein kompetentes Auftreten vor den Patienten habe ich auf jeden Fall gelernt, man muss mutig an die Dinge herangehen und sich den Herausforderungen stellen.)

• Wie werde ich generell zurechtkommen und den Arbeitsalltag bewältigen können? (→ Anfangs ist es sehr aufregend und anstrengend, aber man gewöhnt sich schnell und zum Glück bekommt man ein direktes Feedback von den Patienten zurück.)

 

Unser Kurs hatte erstmals das Glück, dass wir im Vorfeld ein dreitägiges Schnupperpraktikum bei unserem jeweiligen Einsatzort machen konnten. So konnte man sich im Vorfeld schon mit dem „Kosmos Krankenhaus“ auseinandersetzen und die vielen Abläufe und Eigenarten die so ein Krankenhaus mit sich bringt kennen lernen. Und dennoch waren die ersten Tage ein echter Wurf ins kalte Wasser. Auch nach knapp vier Wochen wird man jeden einzelnen Tag vor neue Herausforderungen gestellt, denn kein Tag gleicht dem anderen. Sich täglich auf neue Patienten einzustellen erfordert wirklich viel Fingerspitzengefühl. Die Patienten sind sehr unterschiedlich, was es teilweise sehr schwierig macht, aber so bleibt es auf jeden Fall immer spannend. Manche Patienten wollen wirklich etwas dafür tun gesund zu werden, sind motiviert, machen Fortschritte, das sind die schönen Momente. Es gibt allerdings auch Situationen die eher unangenehm sind, z.B. wenn ein Patient sich nicht behandeln lassen möchte, die Therapie ablehnt weil es ihm zu schlecht geht oder er eine schlechte Diagnose bekommen hat. Auch der Tod ist ein Thema mit dem man unweigerlich in Berührung kommt. Freud und Leid liegen im Krankenhaus wirklich sehr nah zusammen und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Es gibt viele Dinge die in der Theorie so selbstverständlich und klar sind und in der Praxis am echten Patienten und mit den vorhandenen Gegebenheiten nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Wichtig ist, dass man sich von den manchmal scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und Situationen nicht unterkriegen lässt, sondern immer versucht das Beste aus der Situation zu machen. Viel Eigeninitiative zu zeigen hilft auf jeden Fall weiter. In jedem Fall ist das Praktikum eine lehrreiche Zeit und zwar in vielen Bereichen.

Nach einem Jahr Schule, welches eine Menge theoretischen und praktischen Unterricht beinhaltete, steht nun das erste Praktikum vor der Tür und wir stehen vor der Herausforderung das Gelernte im Krankenhaus am Patienten umzusetzen. Das Spannende während des Praktikums war einerseits, dass kein Tag wie der andere ist. Man lernt fast täglich neue Patienten kennen und jeder dieser Patienten bringt eine andere Erkrankung mit und geht auch anders mit mir um. Während des Praktikums habe ich überwiegend mit Menschen zusammen gearbeitet, die sehr motiviert und diszipliniert waren, um schnellstmöglich wieder gesund zu werden. Allerdings tritt man auch mit Kranken in Kontakt, die keine Interesse daran haben, sich helfen und behandeln zu lassen. Mit viel Feingefühl und den richtigen Worten lassen sich aber auch diese Patienten teilweise überzeugen. Während der Zeit im Praktikum habe ich sehr viele Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt. Für die Patienten ist der Physiotherapeut eine Art Vertrauensperson, die ihm jeden Tag zur Seite steht und Erfolge mit ihm feiert, aber auch bei Misserfolgen zur Seite steht. Als Vertrauensperson klagen die Patienten ihr Leid, aber auch ihre Freude und Erfolge, die sie vor allem während der Therapie gemacht haben. So sind manchmal ein paar Schritte ein Grund nach der Oberschenkelhalsfraktur für den Patienten ein großer Fortschritt, den sie ohne uns nicht erreicht hätten. Aufgrund dessen ist die Wertschätzung vieler Patienten überwältigend. Für mich ist das Praktikum eine sehr prägende Erfahrung, da ich mit jedem Tag mehr Sicherheit im Umgang mit dem Patienten und ihren Krankheiten, sowie dem physiotherapeutischen Maßnahmen gewinne. Wichtig ist, dass man zwar mit kranken Menschen zusammenarbeitet, aber Fehler in der Behandlung menschlich sind. Mal denkt man nach einer Behandlung "Diese Übung hätte ich aber häufiger wiederholen sollen" oder "Das waren zu viele Übungen, nächstes Mal muss ich mir davon ein paar raussuchen". Durch stetige Reflexion und Feedback vom Patienten lernt man dazu und kann nach Misserfolgen und Fehlern seine Behandlung überdenken und sie verbessern. Im Hinblick auf dem weiteren Ausbildungsverlauf motivieren die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse dazu, neues Wissen und neue Techniken während des Theorieunterrichtes zu erlangen, um den Patienten im nächsten Praktikumsblock mit dem neu Erlernten wieder zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen in ihr alltägliches Leben zurückzukehren.

Nach 2 von 3 Monaten Praktikum kann ich jetzt sagen, dass mir die Arbeit im Krankenhaus sehr viel Spaß macht. Wir sind hier zu mehreren Schülern, auch von anderen Schulen, und so wurden wir auf die jeweiligen Stationen aufgeteilt. Da wir DAAler für 2 Fachrichtungen im Einsatz sind, tauschten wir die Stationen nach 6 Wochen. Zu Anfang war ich zusammen mit einer weiteren Schülerin auf der Unfallchirurgie. Jeder bekam einen Zettel mit den Patienten, die an dem Tag behandelt werden müssen, sodass wir uns jeden morgen auf der Station besprochen haben, wer zu welchem Patienten geht. So konnte man sich das gut einteilen, dass ein Patient immer von dem selben Therapeuten behandelt wurde. Direkt am ersten Tag durfte ich selbstständig Patienten behandeln. Es war ziemlich aufregend, allerdings hat man sich schnell in die Arbeit eingefunden und die ersten Erfolge der Patienten wurden sichtbar. Bei Fragen standen die examinierten Physios immer mit Rat und Tat zur Seite. Da auch die Patienten auf der Intensivstation eine physiotherapeutische Behandlung brauchen, durften wir Schüler jeweils 2 Wochen dort Einblicke erhalten und den Festangestellten behilflich sein. An einen Patienten erinnere ich mich sehr gut, da ich ihn auch nachher auf der normalen Station weiterbehandeln konnte. Es war sehr beeindruckend für mich: Er lag mehrere Wochen im Koma und wir konnten ihn nur passiv bewegen. Dann wurde er wach und war so motiviert wieder fit zu werden, dass ich nachher mit ihm wieder am Rollator gehen konnte. Als ich dann auf die Station der Inneren Medizin wechselte, kamen natürlich auch andere Patienten. Vorwiegend ältere Menschen, die sehr dankbar über die Behandlungen waren. Viele von ihnen waren engagiert und machten ihre Übungen regelmäßig ohne daran erinnert werden zu müssen. So konnte man dann auch sehr schnell Verbesserungen feststellen. Ich konnte in allen Abteilungen tolle und hilfreiche Erfahrungen sammeln, sodass ich für mich sagen kann, dass ich eine bessere Vorstellung davon habe, in welchem Bereich ich später tatsächlich arbeiten möchte.

Zu Beginn meines ersten Praktikumstages war ich sehr aufgeregt. Wie würde es werden? Würde ich mich zu Recht finden? Würden die Leute mich mögen? Dies waren nur einige Fragen die mir im Kopf rumschwirrten. Am Krankenhaus angekommen stellte ich mich in der Abteilung für Physiotherapie vor und wurde freundlich empfangen. In dem Raum für Praktikanten lernte ich noch drei andere Schüler kennen. Nach einem Einführungsgespräch mit dem Leiter der Abteilung führte mich meine Betreuerin im Krankenhaus rum und zeigte mir die Station auf der ich die nächsten drei Monate vorrangig arbeiten sollte. Schließlich konnte ich ihr bei einigen Behandlungen über die Schulter schauen und meine ersten Eindrücke sammeln. Am Nachmittag durfte ich dann auch selbst mein Können unter Beweis stellen. Ich bekam meine erste Patientin. Vor dem Zimmer angekommen atmete ich tief durch. Ich trat ein und stellte mich der Patientin vor. Nachdem ich mir einen ersten Überblick verschafft hatte, informierte ich sie was ich bei der Behandlung genau machen wollte und begann mit den ersten Übungen. Sie erzählte mir wie es zu der Verletzung gekommen war und nach ein paar Minuten merkte ich wie das Eis gebrochen war. Ich wendete die Techniken an, die ich im Unterricht gelernt hatte und je mehr ich mich mit der Frau unterhielt desto sicherer wurde ich. So merkte ich gar nicht wie schnell die Behandlungszeit vorbei war und verabschiedete mich freundlich. Nach dem Verlassen des Zimmers, fühlte ich mich großartig. Ich hatte meinen ersten eigenen Patienten behandelt. Es gab zwar keine weiteren für mich an diesem Tag, aber trotzdem war ich stolz auf mich. Ich hatte die erste Hürde überwunden und war bereit für weitere Patienten mit spannenden Verletzungen, die darauf warteten von mir behandelt zu werden.

(St. Antonius Hospital Gronau) Vor Beginn meines Praktikums konnte ich mich nicht wirklich darauf freuen. Ich war fest der Überzeugung, dass mir die fachlichen Kompetenzen dafür fehlen würden und ich bei verschiedenen Krankheitsbildern nicht weiß, was ich zu tun habe. Als es dann aber endlich soweit war, und ich das Team der Physios kennenlernte, war die Aufregung schon nicht mehr so groß. Zusammen mit fünf anderen Praktikanten lernte ich in den ersten zwei Tagen das Krankenhaus und die Arbeit mit den Patienten kennen. Ab dem dritten Tag hatte ich dann schon meine eigenen Patienten, mit denen ich arbeiten musste. Die Arbeit mit den Patienten war für mich kein großes Problem, da ich innerhalb meiner Familie schon Erfahrung mit kranken und hilfebedürftigen Menschen sammeln konnte. Schnell wurde ich mit der Arbeit im Krankenhaus vertraut und stellte fest, dass mir die verschiedenen Krankheitsbilder nur wenig Probleme bereiteten. Erst bei der praktischen Arbeit wurde mir bewusst, was ich alles kann und was ich nochmal nachsehen musste. Was mich sehr faszinierte, sind die Erfolge die ich an jedem einzelnen Patienten gesehen habe. Jetzt, nach dem Praktikum, kann ich mit Überzeugung sagen, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.

(St. Antonius Hospital) Das erste Praktikum im Bereich Innere Medizin und Chirurgie war ein super Erlebnis. Am ersten Tag war ich natürlich super nervös und war mir nicht sicher, ob meine Kenntnisse ausreichen würden, echte Patienten zu behandeln. Wir wurden super in das Team der Physiotherapeuten und der anderen Praktikanten aufgenommen, was es uns natürlich leichter machte, gut im Praktikum klar zu kommen. Die ersten Tage durften wir erst mal bei den anderen mitlaufen und uns alles anschauen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit bekamen auch wir endlich unsere eigenen Patienten. Nach rund drei Wochen war es soweit, das erste Bewegungsbad stand an! Der Tag fing ganz normal an, ich behandelte ein paar Patienten, von der Atemtherapie bis hin zur neuen Hüft-Tep. Heute verging die Zeit wie im Flug und dann war es auch schon fast so weit. 11 Uhr sollte es losgehen, also musste ich spätestens um 10:50 Uhr unten sein, um die Tür für das Bad aufzuschließen, damit die Teilnehmer/innen sich umziehen können. Die Nervosität stieg den ganzen Tag über, doch plötzlich war sie auf dem Höhepunkt. Wie präsentiere ich mich gut vor der Gruppe? Welche Übungen mache ich und welches Gerät nutze ich? Was ist, wenn etwas schief geht? Was erwarten die Teilnehmer/innen von mir? Tausend Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Die Uhr zeigte 11 Uhr. Ich packte all meinen Mut zusammen und ging ins Bad. 10 Teilnehmer/innen warteten schon gespannt im Wasser auf mich und wollten endlich loslegen. Ich stellte mich noch kurz vor und dann ging es auch schon los. Es war eine super Stimmung zwischen den Teilnehmern und alle waren gut drauf. Meine Nervosität sank schnell wieder. Gerne huschte mal ein Blick auf die Uhr, bis 11:30 Uhr sollte es gehen, aber da alle super mitmachten, verging die Zeit wie im Flug. Ich verabschiedete mich. Mein aller erstes Bewegungsbad war vollbracht! Und wieder waren da Tausend Fragen in meinem Kopf. Habe ich alles richtig gemacht? Waren die Teilnehmer/innen zufrieden und hatten sie Spaß? Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann weiter zu einem weiteren Patienten vor der Mittagspause... Es war eine große Herausforderung für mich, vor einer Gruppe die Anleitung zu geben, aber auch diese Hürde konnte ich doch gut meistern und alle weiteren Gruppentherapien wurden immer weniger zum Problem für mich...

Es war soweit, erstes Praktikum. Der Ort war klar, ab nach Rheine, in bekannten Gefilden arbeiten. Durch vorherige Tätigkeiten kannte ich das Umfeld des Hauses bereits, doch die Physiotherapie war neu für mich. Der Haufen Menschen, welchen ich dort dann antraf, übertraf jegliche Erwartung. Kompetenz ohne Ende und jederzeit zu einem Spaß aufgelegt. Hier würde es sich gut arbeiten lassen. Und genau das wurde erfüllt. Jeden Tag meines dreimonatigen Praktikums hatte ich Spaß, immer fuhr ich mit Freude zum Haus. Von vornherein bekam ich eigene Patienten und die nötige Anleitung um diese passend zu behandeln, Auch wurde mir genügend Freiraum gelassen mir Zeiten selbst zu ordnen und in Ruhe zu behandeln. Unter teilweise sehr genauer Beobachtung meiner Anleiterin, war dieses nach kurzer Zeit bereits kein Problem mehr. Eben diese Anleiterin bot mir auch das ganze Praktikum über Einblicke in Themenbereiche, welche schulisch noch nicht gefordert waren. Gut vorbereitet ging es so durch die drei Monate. Insgesamt hatte ich den Eindruck, das alle Praktikanten im Mathias- Spital eine sehr gute Betreuung erwartet. Probleme waren, so sie denn auftraten immer zu lösen. Keiner nahm sich selbst zu ernst und das gesamte Umfeld nahm jeden sofort auf. Wer die Chance hat dort sein Praktikum zu absolvieren sollte diese direkt wahrnehmen, es ist nur zu empfehlen. An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an Frau R., Herrn B., Herrn F. Frau M. Und vor allem Frau J. die mich dort begleiteten. Ebenso an den Rest des Team.

Mein erstes Praktikum habe ich am Johanneshospital in Dortmund absolviert und ich kann sagen, dass ich diese Entscheidung nicht bereut habe. Aber nun zum Anfang. Wie jeder andere auch, war ich gerade am ersten Tag total nervös und ich fragte mich: „Was wird bloß auf mich zukommen? Wie wird das Team mich aufnehmen? Bin ich wirklich bereit?" Auch wenn alle Lehrer einem Mut zusprechen, so zweifelt man doch gerne noch, ob man wirklich eigene Patienten schaffen wird. Doch all meine Ängste waren umsonst. Als ich den Gruppenraum betrat und alle auf mich zukamen um sich vorzustellen, fühlte ich mich direkt wohl. Das Team war klasse! Dieser erste Eindruck blieb bis zum Schluss. Mein erster Tag bestand aus mitlaufen, Eindrücke sammeln, Fragen stellen und sich im Krankenhaus zurechtzufinden. Nach einer Woche hatte ich einen weiten Einblick bekommen, durfte mit auf die Intensivstation und sah Patienten aus Fachgebieten, mit denen ich noch nie zu tun hatte. Was ich direkt festgestellt habe war, man lernt schnell! Viele Maschinen, viele Abkürzungen, viele Leute, doch nach kurzer Zeit ergab sich daraus mehr und mehr ein Gesamtbild. Mit dem ersten eigenen Patienten verlor man die Angst und kam zu der Erkenntnis: „Ja, ich kann das, ja, es macht mir Spaß, ja, genau das ist mein Beruf!" Mit jedem weiteren Patienten wird man sicherer, man blickt schneller durch die Akten durch, hat die richtigen Antworten auf die Fragen der Patienten parat und weiß im Notfall, wen man ansprechen kann. Auch wenn es überwiegend gute Tage gibt, gibt es immer mal einen wo irgendwas „schlechtes" passiert. Der erste Patient, der die Krankengymnastik ablehnt, ist nicht einfach, aber auch das muss man kennenlernen. Genauso, dass man als Physiotherapeut auch viel Privates von den Patienten erzählt bekommt. Man lernt damit umzugehen und es nicht mit nach Hause zu nehmen. Denn im Endeffekt überwiegen die guten Tage: Patienten, die lächelnd auf einen warten, Patienten, die berichten, wie gut es ihnen nun geht, Patienten, die einem Danken für die Arbeit, die wir leisten. Die meisten freuen sich auf uns, wollen was tun, was lernen und Fortschritte machen. Diese Momente zeigen einem, warum wir das jeden Tag tun, warum man so viel dafür lernt – um am Ende sagen zu können: „Ich habe für und mit diesen Patienten zusammen alles gemacht und erreicht, was ich für sie tun konnte." Es sind schöne Erfahrungen, die dann noch nebenbei mit reinspielen. Man wird vom Team als Mitglied akzeptiert und in den Pausen wird gern mal nach meinem Rat gefragt, da man in den Themen ja noch so „frisch" ist. Mit jedem Tag mehr, weiß man die Schwestern und das Personal zuzuordnen, man wird angesprochen, erkannt, gegrüßt - man wird ein kleiner Teil vom großen Ganzen. Eine schlimme Erfahrung musste ich aber doch machen: Ein schwer kranker Patient starb übers Wochenende. Auch wenn es schlimm ist, dies manchmal zu akzeptieren, aber es gibt Patienten, mit denen man leider nicht das Ziel erreicht: eigenständiges Zuhause, Belastbarkeit steigern und fit für die Reha werden. Am Ende kann man dennoch sagen: „Ich habe alles für diesen Patienten getan." Jetzt, 2 Wochen vor Ende des Praktikums gucke ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. Ich habe viel gesehen und erlebt, viel gelernt, konnte meine Techniken verbessern und mein Wissen sichern. Doch was am Wichtigsten jetzt kurz vor dem Ende ist, ist die Erkenntnis, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe: Das ist der Beruf, den ich mein Leben lang machen möchte. Mit dieser Erkenntnis freue ich mich auf den weiteren Ausbildungsverlauf. Auf das Neue, was noch kommt, auf die neuen Fachgebiete und auch wieder jeden Tag zu lernen, was ich für den Patienten tun kann, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen.

Ich hatte in meinem ersten Praktikum eine Patientin mit einem neuem Knie. Am Anfang habe ich mit ihr viele Übungen im Bett gemacht. Am 4. Tag nach der OP konnte sie mit mir bereits auf Stützen laufen. Das klappte am Anfang auch gut, da sie sehr motiviert war. Dann am 6. Tag wurde sie ungeduldig, da sie die Übungen nicht sofort umsetzen konnte. Daraufhin habe ich von Tag zu Tag immer wieder auf Sie eingeredet, dass es nicht möglich ist, die Übungen auf Anhieb korrekt auszuführen. Als sie merkte dass sie Fortschritte machte, hob sich ihre Stimmung. Zwei Tage vor der Entlassung konnte sie sogar auf dem Fahrradergometer fahren. Das Schönste war daran, das sie sich bedankt hatte - für die Geduld und Aufmerksamkeit, die ich ihr gegeben habe.

Das erste Praktikum beginnt und die Aufregung steigt, natürlich gehen einem Sachen durch den Kopf wie zum Beispiel, "Was erwartet mich?" oder "Wie werde ich dort aufgenommen?", aber wenn man erst einmal dort ist, rennt die Zeit und man denkt sich nun am Ende, "Wo sind die 3 Monate geblieben?". In dem Krankenhaus, in welchem ich das Praktikum machen durfte, wurde ich von den meisten Therapeuten gut aufgenommen und sehr gut unterstützt, ein paar Ausnahmen gibt es immer. In der ersten Zeit schaut man erst einmal bei den Therapien zu und lernt das Krankenhausleben kennen, ebenso schaut man bei Gruppen zu und sieht dort viele Übungen, welche man im Unterricht vielleicht noch nicht kannte. So erweiterte sich das Wissensspektrum und ich durfte nach einer Woche die ersten Gruppen anleiten, natürlich erstmal unter Beobachtung. Das Problem dabei ist, wenn jedesmal ein anderer Kollege zuschaut und immer etwas anderes erwartet, ist es schwer es allen Recht zu machen. Irgendwann bekam ich dann auch meine ersten Patienten, welche ich erst wieder unter Beobachtung anleiten musste, dann aber auch schnell auf mich allein gestellt war. Mein Krankenhausleben pendelte sich langsam ein, mit 3-4 Gruppen täglich, wenn nicht sogar mehr, nicht so viele Patienten wie ich es mir erhofft habe, und das Verteilen und Einsammeln der Fangos. Nach einer bestimmten Zeit wurden dann die Gruppen zur Routine, das tägliche Spiel mit den Fangos unspektakulär, aber jeder Patient war verschieden und die Entwicklung und den Fortschritt dieser zu sehen und dazu beizutragen motivierte mich täglich und das ist das, was ich an dem Beruf Physiotherapeut so spannend finde. Wenn ich auf mein Praktikum zurückblicke, sehe ich also viele positive Dinge, welche mich weiter nach vorne gebracht haben, in der Sicherheit der Techniken, aber auch im Umgang mit Menschen. Wichtig ist es sich nicht unterkriegen zu lassen von vielleicht anderen Menschen oder Dinge, welche nicht so funktioniert haben, wie man es gern hätte, sondern seinen Weg zu gehen und nicht den Mut zu verlieren Dinge anzugehen, bei denen man sich vielleicht nicht allzu sicher ist, denn nur so entwickelt man sich weiter und man gewinnt noch mehr Selbstvertrauen.

Allgemein Mein erster Praktikumseinsatz war im Franziskushospital in Ahlen. Der erste Tag begann mit einer Einführung in die Örtlichkeiten und die Dokumentation meiner Behandlungen. Im Anschluss durfte ich erst bei einer anderen Praktikantin, die bereits eine Weile da war, zuschauen und konnte mich so auf meine ersten selbstständigen Behandlungen vorbereiten. Der zweite Tag verlief ebenfalls mit Zuschauen aber auch Mithelfen bei Patienten, die z.B. mit zwei Therapeuten behandelt werden mussten. Am dritten Tag bekam ich meine ersten Patienten (ca. 3-4). Die anfängliche Scheu und Unsicherheit verflog bei mir sehr schnell. Ich habe bei den Behandlungen schnell gemerkt, dass ich aus dem Unterricht doch viel Theorie behalten habe. Der Umgang mit den Patienten gelang mir immer leichter, und ich konnte die Fähigkeit, Übungen anzuleiten und Übungsziele zu vermitteln, immer verbessern. Die Anzahl der Patienten war zwar unterschiedlich, aber immer stressfrei zu schaffen. Es gab zweimal täglich eine Besprechung mit den Schülern, wo eventuelle Probleme mit Patienten besprochen wurden. Der Umgang mit den stationären Ärzten, Pflegern verlief bei mir immer in freundlicher und sehr hilfsbereiter Zusammenarbeit. Es war mir jederzeit möglich, mich mit den Schwestern oder Ärzten zu beraten oder Erfahrungen auszutauschen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Ärzte vor einem stehen und dich nach deiner Meinung/Einschätzung über einen Patienten fragen Fazit Der Einsatzort war für mich genau der richtige. Ich bin dort sehr gut aufgenommen worden und die Integration in das Team fiel mir nicht schwer. Das Salvea Team in Ahlen besteht aus sowohl jungen wie auch erfahrenen Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Ergotherapeuten, die alle sehr nett und hilfsbereit sind und immer ein offenes Ohr für dich haben. An ruhigen Tagen hast du die Möglichkeit die festangestellten Physiotherapeuten zu begleiten und dir auch erste Eindrücke von anderen Schwerpunkten wie z.B. Neurologie zu verschaffen. Die Kombination aus den Lehrkraftbesuchen und der Begleitung der Physiotherapeuten war immer lehrreich und ist nie etwas, wovor man sich fürchten sollte. Meine Praktikumsschwerpunkte wurden dort gut abgedeckt. Ich habe mich jeden Tag auf meinen Arbeitstag gefreut und bin nie ungerne oder mit einem komischen Gefühl dort erschienen. "Ich habe von dem Team gelernt, mit dem Team gearbeitet, und mit dem Team gelacht." Vielen Dank an das Salvea Team Ahlen!! Was nehme ich mit ? Sehr viele Eindrücke von meinem zukünftigen Beruf, die man im Unterricht nicht vermitteln kann. Das Gefühl, einem unsicheren Menschen wieder die Sicherheit zu geben, dass er seinen Alltag ohne fremde Hilfe meistern kann, ist unbeschreiblich. Die Dankbarkeit von einem Patienten für deine Arbeit und deine Geduld zu erhalten, ist großartig. Das Vertrauen von einer skeptischen Person, die sich zuerst gar nicht auf die Behandlung einlassen möchte und dann täglich Fortschritte macht, ist der Wahnsinn. Aber auch die Trauer um einen herzensguten Menschen, der unheilbar krank ist, der sich mir anvertraut hat, seine Gedanken und Ängste mit mir geteilt hat, und aus gesundheitspolitischen Gründen verlegt wurde, musste ich erfahren. Meine Gedanken sind immer noch bei ihm und ich war wütend, dass ich die letzten Schritte nicht mit ihm gehen durfte. Distanz zu bewahren ist manchmal schwer. Dennoch überwiegen die freudigen Erlebnisse, die ich in dieser Zeit gesammelt habe.

Der erste Einsatz im Bereich Chirurgie und Innere Medizin für 12 Wochen in der Raphaelsklinik. Natürlich stellt man sich die Frage, ob man gut genug vorbereitet ist und wie alles abläuft, auch wenn man vorher schon viel von anderen Praktikanten erfahren hat. Aber nun der erste Tag, nachdem wir über alles aufgeklärt wurden und uns die Räumlichkeiten gezeigt wurden, ging es direkt los, wie man so schön sagt der Schmiss ins kalte Wasser". Jeder von uns bekam 2 Patienten, die wir alleine behandeln sollten. Station 3, nur wenige Meter bis zur ersten Patientin, die man ja bekanntlich nie vergessen wird - so war es natürlich auch, ich wurde schreiend und weinend zugleich "empfangen", zum Dank die Schwester die erklärte, dass die Frau ganz schlecht zurecht sei und es heute wirklich keine Sinn machen würde zu behandeln (was sich die nächsten Tage auch nicht besserte). Nach diesem Erlebnis ging es weiter zur zweiten Patientin, eine ältere Dame mit einem Knie-TEP, eine sehr liebe aber ängstliche Frau, der man schon nach der ersten Behandlung die Erleichterung und die Freude ansehen konnte: "Das ich mein Bein schon wieder so gut bewegen kann, hätte ich nach so kurzer Zeit nicht gedacht", "Ich kann ja sogar schon ein paar Schritte gehen".. Nur mal ein Beispiel wie unterschiedlich die Erfahrungen und Menschen sind. Im Allgemeinen kann man sagen, dass man in dem ersten Praktikum viel dazu lernt, man wird kreativer und selbstsicherer was die Behandlungen und der Umgang mit den Patienten angeht, man lernt mit vielen verschiedenen Charakteren umzugehen, man bemüht sich sehr und bekommt für diese Arbeit sehr viel Dankbarkeit und Anerkennung geschenkt. Ein gutes Beispiel ist mein erster Hüft-TEP Patient gewesen, ein leidenschaftlicher Hobby-Dichter, der mir als Abschiedsgeschenk und als Zeichen seiner Dankbarkeit ein selbstgeschriebenes Gedicht geschrieben hat: "Muskelschmerz und Knochenbruch gibt's nun mal nach einer OP. Das darf und muss so nicht bleiben, denn Physiotherapie lindert hier das Leiden. Nun kommt gezielte Hilfe auf den Plan, ich hatte großes Glück, Max Mustermann, hilft mir mit der Therapie ins normale Leben zurück . Treppen und Flur wurden zunächst zur Tortur, Hilfe, Hölle, Hilfe, Hölle stets im Wechsel, jeweils in der Hand ein Stöcksel. Als wäre das noch nicht gut, wird nun gebracht das Bein auf Zug. Zu guter Letzt, wird das Bein gebogen, das tut schon weh, ganz ungelogen. Heilung ist nun mal der Kick, dabei schaut Max Mustermann, verschmitzt und keck. Vielen Dank, Patient ..." An solchen persönlichen Geschenken und auch an der Rückmeldung der Patienten, erkennt man wie viel den Patienten die Therapie bringt und wie dankbar diese Menschen für die Hilfe, die Zeit, das Vertrauen und die Anerkennung sind. Man ist nicht nur Physiotherapeut/in sondern in der Zeit auch eine Vertrauensperson der Patienten indem man viel aus ihrem persönlichem Umfeld erfährt, wichtig ist, dass man nichts von alldem mit nach Hause nimmt. Der Einsatz Chirurgie und Innere Medizin ist meiner Meinung nach ein ziemlich guter Einstieg in das erste Praktikum. Im Bereich der Chirurgie erkennt man täglich Fortschritte, beispielsweise wie die Patienten das Knie oder die Hüfte weiter beugen und strecken können, dass sie eine Gehstreckenerweiterung schaffen oder auch die Treppe meistern. In der Inneren Medizin sind die Fortschritte nicht ganz so schnell/deutlich sichtbar, aber die Menschen sind sehr dankbar wenn sie endlich mal wieder tiefer ein- und ausatmen können und dies auch selbstständig weiter üben können. Alles in allem war es ein sehr gelungener erster Einsatz in der Raphaelsklinik.

Jeder Anfang ist schwer, vor allem wenn man von der gelernten Theorie zum praktischen wechseln und alles bei einem richtigen Patienten anwenden soll. Im ersten Praktikum stelle ich mir viele Fragen bevor der erste Tag anfing. • Kann ich mir erst mal eine Behandlung von einem erfahrenen Therapeuten anschauen? • Bekomme ich heute meinen ersten Patienten? • Wie wird mein erster Patient sein ? • Was hat mein erster Patient oder was mache ich mit meinem ersten Patienten? Aber bevor ich mir diese ganzen Fragen beantworten konnte stand ich auch schon vor der ersten Tür und war aufgeregt wie noch nie zu vor. Einige Male ging ich im Kopf durch was man nun sagen soll und was geplant ist für die Behandlung. Langsam aber sicher wurde mich jedoch klar, dass es am Besten war ins Zimmer zu gehen und einfach zu machen. Ich griff zur Klinke, drückte sie runter und machte die Tür auf, sagte den Namen meiner Patienten und stand vor einer super netten Frau. Sie hat alles mit Freude und Motivation mitgemacht und ich sah ein, dass man keine Angst haben brauchte. Weder vor der Therapie noch vor dem Patienten selbst. So steigerte sich mein Selbstbewusstsein vor dem Patienten enorm. Bis zum Schluss lernte ich wie ich mit Patienten in vielen verschiedenen Situationen umzugehen habe, wie ich ihnen viele hilfreiche Tipps geben kann und wie sie schnell wieder auf die Beine kommen. Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass ich an der Herausforderung gewachsen bin und keine Bedenken mehr habe etwas falsches zu machen oder mit Patienten und der Behandlung nicht klar zu kommen.

Unser erstes Praktikum haben wir zu zweit im St. Marienhospital Lüdinghausen absolviert (Chirurgie & Innere). Auf dem Weg zu unserem ersten Praktikumstag waren wir nervös und unsicher, doch kaum waren wir da, verschwanden diese Gefühle. Wir wurden super nett ins Team aufgenommen und in die Abläufe im Krankenhaus eingewiesen. Nach wenigen Tagen hatten wir unsere ersten eigenen Patienten. Unsere Betreuer besprachen mit uns die Krankheitsfälle und wir konnten uns immer sehr gut auf die Therapien vorbereiten. Stets hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen, sodass sich kleine Probleme schnell lösten. Regelmäßig besuchten uns unsere Dozenten. Dies gab uns die Möglichkeit Befunde zu sprechen, Behandlungen zu zeigen und die Kritik für uns zu nutzen. Nicht jeder Patient ist gleich und daher jede Behandlung individuell... Wir lernten mit den verschiedenen Menschen, Situationen und Schwierigkeiten umzugehen und wuchsen mit unseren Aufgaben. In unserem Praktikum konnten wir einen guten Einblick in den Klinikalltag und die interdisziplinäre Arbeitsweise bekommen. Wir sind froh unser Praktikum in Lüdinghausen gemacht zu haben, da wir viele Erfahrungen sammeln konnten und uns nun in unserem therapeutischen Handeln deutlich sicherer fühlen. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten praktischen Einsatz!

Mein erstes Praktikum habe ich im Evangelischen Krankenhaus Münster absolviert. Vor dem Praktikum hatte ich Angst, viel zu wenig theoretisches Wissen mitzunehmen, und ich stand daher total unter Druck. Doch an meinem ersten Tag hatte ich komischer Weise gar keine Bauchschmerzen. Das wäre sowieso total unbedeutend. Ich hatte nämlich eine sehr gute Betreuung und nette Ansprechpartner. Obwohl ich aus meiner Klasse alleine da war, hat es mir nichts ausgemacht. Am Anfang wurde mir erst das Krankenhaus gezeigt und das Team in der Station vorgestellt. Alle waren super nett genauso wie die Patienten die ich behandelt habe. Ärzte, Schwestern, Pfleger, Ergotherapeuten und natürlich auch die Physiotherapeuten waren in jeder Station zu finden. Erst mal durfte ich zum Glück nur mitlaufen und bei den Behandlungen zusehen. Ich habe am selben Tag noch eigene Patienten bekommen, wo ich sie atemtherapeutischen behandeln sollte. Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass ich dringend noch in die Unterlagen schauen sollte. Es war ein großer Vorteil, dass die Lehrkraft öfter mal vorbei kam. Jeder Besuch war immer sehr lehrreich. Eigentlich waren alle Tage lehrreich... Irgendwann war ich selbstständig und hatte ganze Zeit meine eigene Patienten. Ungefähr 6-7 Patienten habe ich täglich behandelt. Knie- und Hüft TEP hatte ich natürlich auch. Genau bei diesen Patienten fand ich es sehr spannend sie zu beobachten wie schnell sie Fortschritte machen und wie sie mit meiner Hilfe auf die Beine kommen und kurze Zeit später dankend nach Hause geschickt werden. Jeden zweiten Tag habe ich noch die Hockergymnastik Gruppen in der Tagesklinik geleitet, wo es darum ging die Belastbarkeit, Kraft und Ausdauer der Patienten zu fördern. Ein Arbeitstag verging wie im Flug, genauso wie der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus. Jeder Patient war eine Herausforderung und eine große Gelegenheit mehr dazu zu lernen, um von Tag zu Tag die Behandlungen zu verbessern. Die Patienten waren oft dankbar, was auch die eigene Motivation weiter steigerte. Das Praktikum an sich hat mir großen Spaß gemacht, und hat mir einen großen Einblick in den physiotherapeutischen Beruf verschafft. Ich bin mir jetzt auf jeden Fall sicher, dass ich diese Ausbildung bis zum Ende durchziehen werde, denn erst im Praktikum kann man sicher sein, ob es das richtige ist oder nicht.

Es war unser aller erster Praktikumstag... Montags sollten wir pünktlich und voller Vorfreude auf unsere ersten praktischen Erfahrungen im Bereich Chirurgie und Innere Medizin erscheinen. Nach der ersten Einweisung, der Führung durch die Räumlichkeiten und dem ersten Krankenhausfrühstück konnten wir im Laufe des Vormittags erst einmal den festangestellten Physiotherapeuten über die Schulter gucken. Wir wurden gut aufgenommen und haben dank der vorherigen Vorzeigebehandlungen zumindest die Scheu vor dem ersten Patientenkontakt ablegen können. Also wagten wir uns schon nach dem unerwartet leckeren Kantinenessen mittags an unsere ersten eigenen Patienten. Zur gegenseitigen Unterstützung beschlossen wir erst einmal zu zweit an den Patienten zu treten, eine konnte behandeln, die Andere erst zusehen und danach ein kleines Feedback abgeben. Schon nach den ersten Patienten merkten wir mehr und mehr wie es einfacher wurde auf die Patienten, Schwestern und auch Ärzte zuzugehen, in den meisten Fällen wurde man nett empfangen oder einem geholfen. Bislang also ein wirklich erfolgreicher und eindrucksvoller erster Tag, der allmählich dann auch zum Ende kommen sollte. Auf dem Weg nach unten zu unserem Schülerraum wurden wir allerdings gebeten, ob wir einer Festangestellten noch eine Massageverordnung abnehmen könnten. "Massage?!" - Klar haben wir geübt können wir gerne machen, also Name und Zimmernummer notiert und zurück auf die Station. Als wir dann vor dem Bett des jungen Mannes, einem Mitte zwanzig jährigen Fußballer, standen hatten wir drei Fragezeichen über dem Kopf... Weder hatten wir in der Kurve nachgelesen, noch hatten wir gefragt welche Art von Massage der Mann bekommen sollte, also begannen wir kurz entschlossen mit einer Bein Massage Wade bis Oberschenken. Als Fußballer kann man die ja gut vertragen so dachten wir uns. Der junge Mann, der von beiden Seiten von zwei netten Mädels massiert wurde, lag in seinem Bett wie der größte König und war schon traurig, warum er diese Verordnung erst so spät bekommen hatte. Wieder unten in der Physioabteilung angekommen, mussten wir gleich mal nachfragen, was wir hätten massieren sollen.'' An den Rücken hatten wir uns nach seiner Bandscheiben-OP nicht getraut, da waren die Beine eben das Naheliegenste!", so haben wir der Festangestellten unsere bizarre Lage erläutert. Mit einem riesen Grinsen auf dem Gesicht klärte sie uns auf, dass in den meisten Fällen eine Nackenmasse auf Grund von Verspannungen wegen Schonhaltung angefordert werden. Eine peinliche, aber doch witzige Geschichte zu einer unserer ersten Erfahrungen im Krankenhaus. Wir jedenfalls waren froh dass der Mann am nächsten Tag entlassen wurde, weshalb eine weitere Behandlung zum Glück hinfällig wurde ;)

"Das erste Praktikum: man erwartet alles Mögliche sowohl von sich selbst, als auch vom Krankenhaus und den Patienten und doch zugleich überhaupt nichts. Man begibt sich auf völlig neues Terrain und es stellen sich Fragen über Fragen: Ist das wirklich das Richtige? Ist die Arbeit am bzw. mit den Patienten wirklich meins? Was mache ich, wenn ich mit den Patienten kommunikativ und zwischenmenschlich nicht klar komme? Und was passiert, wenn den Patienten was passiert? Das ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die einem kurz vorher durch den Kopf schießen. Kein Patient ist gleich. Doch sobald man die verschiedenen Patienten mit ihren unterschiedlichen Facetten als Menschen kennenlernt und sieht was sie in der kurzen Zeit erreichen, werden aus den Fragen ganz schnell Antworten. Und es ist richtig schön wenn man die Erfolgserlebnisse von Behandlung zu Behandlung und vor allem die Dankbarkeit am Ende der Therapie sehen kann. Natürlich gibt es vieles was man noch nicht kann oder weiß, was (anfangs) vielleicht noch schwierig ist. Aber das ist schneller im Hinterkopf gelandet als gedacht, weil es schon einiges gibt was gut klappt. Und man wächst ja doch mit seinen Aufgaben."

"Das Praktikum am Bocholter Krankenhaus war für mich ein guter Einstieg ins praktische Arbeitsleben bzw. eine gute Stelle für den 1. Einsatz. Ich wurde zu Beginn gut angeleitet und durfte erstmal nur mitlaufen, um den Ablauf kennenzulernen. Am Anfang fand ich das gut, nicht direkt "ins kalte Wasser geschmissen zu werden", aber als ich dann nach und nach mehr alleine behandeln durfte, gefiel es mir um einiges besser. So konnte ich das umsetzen was ich gelernt habe. Wenn mal nicht so viel los war, bin ich mit einigen Arbeitskollegen auf bestimmte Stationen mitgelaufen, um mal die Arbeit in anderen Bereichen sehen zu können. Ich konnte die Arbeit auf der Intensivstation miterleben, aber auch auf der Palliativstation. Letztere hat mich bezüglich der Arbeits -und Vorgehensweise stark beeindruckt. Mit der Zeit habe ich auch einige ambulante Patienten von den Arbeitskollegen übernommen. Ich hatte noch besser die Chance, mich eine halbe Stunde lang ganz auf den einen Patienten zu konzentrieren und meine vorher geplante Behandlung durchzuführen. Eine ganz tolle Erfahrung ist es, wenn ich nach Beenden einer Behandlung bzw. bei Entlassung des Patienten ein Lob von ihm bekomme und das Ergebnis der Behandlung sehe und auch der Patient zufrieden damit war. Dann weiß ich, das ich alles richtig gemacht habe und da bin wo ich mit meinem Patienten hin wollte. Ganz wichtig in diesem Beruf ist es abschalten zu können, meiner Erfahrung nach. Denn das was der Patient mir erzählt muss "im Krankenhaus bleiben" oder noch besser in seinem Zimmer und darf ich nicht mit nach Hause nehmen. Am Anfang fiel es mir sehr schwer und auch jetzt noch vor allem bei sehr schlimmen, dramatischen Schicksalen fällt es mir schwer davon Abstand nehmen zu können, aber ich denke mit der Zeit findet man einen Weg das hinzukriegen. Eines der besten Erlebnisse, die ich erfahren durfte, war es bei einer Knie- OP (Knie-TEP) dabei sein zu dürfen. Ich hatte die Menisken in der Hand sowie ein Außenband und konnte gut sehen wie sehr der Knorpel abgerieben war. Zudem lief bei der OP nicht alles glatt und ich hatte mehr Zeit mir alles in Ruhe anzuschauen. Aber das Beste bzw. was mich sehr überrascht hat, war die Atmosphäre im OP-Saal; laute Radio Musik, Ärzte, die sich über ganz alltägliche Dinge unterhielten und Spaß bei der Arbeit hatten. Eventuell habe ich die Möglichkeit in der kommenden Zeit nochmal bei einer OP dabei sein zu dürfen. Für den weiteren Ausbildungsverlauf nehme ich mehr Sicherheit und Erfahrungen mit, auf denen ich aufbauen kann. Und ganz viel Neugier auf das was noch kommt."

"Als ich zum ersten Mal zu ihr wollte und mich vorher im Schwesternzimmer erkundigte, was mich hinter der Tür 136 erwarten würde, wurde mir nur mitgeteilt, dass ich gute Überzeugungskünste haben müsste, um diese Frau noch zu irgendetwas zu motivieren. Nun stand ich also vor der Tür und hab mir die Frage gestellt, ob es mir gelingen wird, Frau T. davon zu überzeugen, dass sie und ich zusammen, sie trotz vieler schwerer Schicksalsschläge, wieder auf die Beine bekommen würden. Nochmal tief durchgeatmet, geklopft und schon stand ich in ihrem Zimmer. Eine zierliche, ältere Dame schaute mich an und so begann unsere lange Zeit, in der wir uns fünf Tage die Woche jeden Tag sahen. Anfangs haben wir klein angefangen mit kleinen Spielchen und Übungen im Liegen und vielen Gesprächen über Enkelkinder, Freizeit und alles mögliche. Nach einiger Zeit saß sie bereits für ein paar Sekunden auf der Bettkante und dann, ein paar Besuche später, erzählte sie mir stolz, dass sie heute schon mit Hilfe des Pflegepersonals gestanden hat. Das musste sie mir natürlich sofort beweisen und da stand sie, von mir nur leicht gestützt, im Zimmer und grinste mich an. Das war das schönste Erlebnis in meinem Praktikum, den Fortschritt, den diese Frau gemacht hatte, mitzuerleben. Vom Anfang, wo viel Überzeugungskraft, Kommunikation und viel Vertrauen nötig war, bis zu ihrer Entlassung, an der sie bereits alleine am Rollator laufen konnte. Dies hat mir auch die Wichtigkeit der Kommunikation und des Vertrauens zwischen Therapeut und Patient nochmal wirklich bewusst werden lassen."

"Im Einsatz unseres ersten Praktikums in einem Krankenhaus betreute ich zusammen mit meiner Anleiterin eine Patientin, die in ihrer Wohnung gestürzt war und sich dabei eine Schenkelhalsfraktur zuzog. Als wäre das nicht schon genug.. stellte sich zudem noch heraus, dass sie vor mehreren Wochen einen Schlaganfall gehabt haben muss, der nun ihre linke Seite zusätzlich beeinträchtigte. Als wir sie das erste Mal behandelten fanden wir eine Frau mittleren Alters vor, die überhaupt keine Motivation besaß, sehr niedergeschlagen war und nicht an ihre Genesung glaubte. Jedoch ließ sie sich auf uns und unsere Behandlung ein und freute sich nach einiger Zeit schon immer auf den Zeitpunkt, wo wir das Zimmer betraten und es wieder losging. Ihre größte Angst war das Treppensteigen, da in ihrer linken Körperseite die vollständige Kraft und Koordination bedingt durch den Schlaganfall fehlte und sie sich wackelig und unsicher fühlte. Nachdem sie aber zuerst das Gehen am Rollator und später auch das Laufen an Unterarmgehstützen Schritt für Schritt mit unserer Hilfe meisterte, wagten wir uns zur Treppe. Dort angekommen, schienen die 15 Stufen ein unüberbrückbares Hindernis zu sein. Für uns mag es einfach sein, Tag für Tag von Stockwerk zu Stockwerk über die Treppe zu gelangen, doch für diese Frau war es eine große Herausforderung. Mit uns als Sicherheit schaffte sie es auf Anhieb diese Stufen hoch und wieder herunter zu steigen. Nach der letzten Stufe war die Patientin zwar erschöpft aber sehr glücklich über ihre Leistung und mochte es erst gar nicht glauben das sie dieses Hindernis überwunden hatte. Für uns alltäglich, für sie ein großes Erfolgserlebnis, das sie für den Rest der Therapie sehr motivierte und auch mutiger werden ließ. Dies war eines von vielen Erlebnissen im Krankenhaus die man nur im praktischen Einsatz erleben kann und die mir gezeigt haben, das alltägliche Dinge nicht selbstverständlich sind."